Wandel im Warenkorb: Bulgaren reduzieren den Konsum von Teigwaren und suchen nach gluten- und laktosefreien Produkten
Die Art und Weise, wie sich Bulgaren ernähren, hat in den letzten fünf Jahren eine signifikante Transformation erfahren. Trotz des Inflationsdrucks verschieben sich die Verbraucherpräferenzen von traditionellen Teigwaren hin zu frischeren und gesünderen Alternativen, wie Daten für den Zeitraum 2021–2025 zeigen.
Laut Umfragen und Daten des Nationalen Statistikinstituts (NSI) ist ein stetiger Rückgang des Verbrauchs von Brot und Teigwaren zu beobachten. An deren Stelle treten größere Mengen an Fleisch, Obst und Gemüse. Besonders auffällig ist der „Boom“ im Bio-Lebensmittelsektor, in dem laktose- und glutenfreie Produkte bei den Haushalten immer beliebter werden.
Experten weisen darauf hin, dass dieser Wandel durch ein wachsendes Bewusstsein für Gesundheitsrisiken, die zunehmende Zahl von Allergien bei Kindern und die Verbreitung von Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen bei Erwachsenen vorangetrieben wird.
Auch das finanzielle Bild zeigt Veränderungen. Im Jahr 2025 entfallen etwa 30 % der Ausgaben bulgarischer Haushalte auf Lebensmittel und alkoholfreie Getränke, was durchschnittlich 3.713 BGN pro Person und Jahr entspricht. Trotz des Preisanstiegs steigen auch die Realeinkommen der Bürger, was es den Verbrauchern ermöglicht, qualitativ hochwertigere Produkte zu wählen.
Ein interessanter Fakt ist das tiefe Vertrauen der Bulgaren in lokale Produzenten. Über 90 % der Verbraucher bevorzugen Waren mit einheimischer Herkunft. Dies spiegelt sich auch in den Handelsketten wider, in denen bulgarisches Fleisch und Milchprodukte führende Positionen im Sortiment einnehmen.
Neben den Ernährungsgewohnheiten zeigen die Markttrends auch einen enormen Anstieg der Ausgaben für Haustiere, wobei Online-Bestellungen von Futter und Zubehör auf jährlicher Basis um über 750 % gestiegen sind.

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