July 16, 2026 BG EN UK RU DE PL TR
WerbungВашата реклама тукХедър · BG2.info · вижте условията

Landwirtschaft

Bulgarische Viehwirtschaft in der Krise: Bestände sinken, während Milchimporte um 43 % in die Höhe schnellen

WerbungВашата реклама тукПост — горе · BG2.info · вижте условията
Българското животновъдство в криза: Стадата намаляват, а вносът на млечни продукти скочи с 43%
Foto: Mark Stebnicki · Pexels License

Die bulgarische Viehwirtschaft durchläuft eine Phase schwerer struktureller Transformation, gekennzeichnet durch einen drastischen Rückgang der Tierbestände und eine wachsende Abhängigkeit von externen Märkten. Während die Europäische Kommission erstmals eine umfassende Strategie für die Viehwirtschaft verabschiedet und den Sektor als strategisch für die Ernährungssicherheit der EU definiert, stehen die lokalen Erzeuger vor einer harten Realität.

Rückgang der Schaf- und Milchproduktion
Daten des Landwirtschaftsministeriums und von Eurostat zeigen einen besorgniserregenden Trend. Die Zahl der Schafe in Bulgarien ist von über 1,3 Millionen im Jahr 2015 auf etwas mehr als 1 Million im Jahr 2024 gesunken, wobei Prognosen für das nächste Jahr einen weiteren Rückgang auf unter 968.000 vorhersagen. Auch bei den Ziegen ist eine negative Dynamik zu verzeichnen, die sich bei etwa 145.000 Tieren stabilisiert hat. Den schwersten Schlag erlitt die Milchproduktion – in den letzten fünf Jahren ist die Rohmilchproduktion um fast 25 % gesunken, was mit einem sprunghaften Anstieg der Milchimporte um 43 % einhergeht.

Ursachen der Krise
Experten nennen eine Kombination von Faktoren, die kleine und mittlere Betriebe unter Druck setzen. Nach 2021 wurde der Sektor von einer hohen Inflation getroffen, die zu einem Anstieg der Preise für Futtermittel, Elektrizität und Veterinärpräparate führte. Parallel dazu zwangen Epizootien wie die Afrikanische Schweinepest und Krankheiten wie die Schafpox die Landwirte dazu, Hunderttausende von Tieren zu keulen. Der Mangel an lokaler Infrastruktur, insbesondere an kleinen und mobilen Schlachthöfen, zwingt Erzeuger in abgelegenen und bergigen Regionen dazu, Tiere über enorme Entfernungen zu transportieren oder sich zu ungünstigen Bedingungen mit Zwischenhändlern abzufinden.

WerbungВашата реклама тукПост — среда · BG2.info · вижте условията

Marktabhängigkeit
Die Fleischproduktion in Bulgarien bleibt schwach. Derzeit sind nur etwa 20 % des in der lokalen Industrie verwendeten Rindfleisches heimische Produktion, während der Anteil bei Geflügel bei etwa 50 % liegt. Billige Importe aus Drittländern erschweren den Wettbewerb für lokale Erzeuger und bremsen Investitionen in den Kapazitätsausbau.

Die neue europäische Strategie
Als Reaktion auf diese Herausforderungen stellt Brüssel einen Plan vor, der darauf abzielt, die Viehwirtschaft in eine „kritische Infrastruktur“ zu verwandeln. Die neue Strategie sieht strengere reziproke Importstandards, Finanzierungen für den Übergang zu neuen Haltungssystemen und Unterstützung für den Aufbau mobiler Schlachthöfe vor. Ziel ist es, bis 2035 den Anteil europäischer Proteinkulturen für Futtermittel zu erhöhen, um die Abhängigkeit von Sojaimporten zu verringern. Für Bulgarien wird der Erfolg dieser Maßnahmen davon abhängen, ob sie in eine reale nationale Politik umgesetzt werden, die in der Lage ist, kleine Betriebe zu schützen und die lokale Produktion wiederherzustellen.

Europäische KommissionBulgarienLandwirtschaftMilchindustrieErnährungssicherheitViehwirtschaftSchafhaltung

WerbungВашата реклама тукПост — долу · BG2.info · вижте условията

Kommentare (0)

Kommentar hinterlassen

Mehr von Landwirtschaft