Spannungen rund um den „Garibaldi“-Platz: Bewohner und Arbeitnehmer im Zentrum von Sofia beklagen sich über ein improvisiertes Lager
Der „Garibaldi“-Platz im Herzen von Sofia ist nicht mehr nur ein Durchgangsort, sondern ein Ort, der bei jedem, der ihn passiert, Spannungen auslöst. Bewohner und Menschen, die in der Gegend arbeiten, beschreiben die Situation als kritisch – etwa 20 Personen haben dort ein art improvisiertes Lager errichtet.
Die Probleme sind nicht nur ästhetischer Natur. Menschen, die in der Nähe arbeiten, berichten von täglichen Szenen der Aggression, Schreien und Prostituierung. Die Situation ist noch ernster, wenn es um den Konsum verbotener Substanzen im Freien geht, oft in der Nähe von Minderjährigen. Szenen von Kämpfen und der Konsum von Klebstoff bei Tageslicht sind zum Alltag in diesem Viertel geworden.
Die Stadtverwaltung von Sofia verfügt über Teams, die rund um die Uhr arbeiten, um diese Menschen in Notunterkünfte zu leiten. Dennoch stößt das Verfahren auf ein ernstes Hindernis: Wenn die Menschen die Unterbringung ablehnen, hat die Stadtverwaltung keine rechtlichen Instrumente, um sie zwangsweise umzusiedeln. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Nadezhda Bacheva anmerkte, steigt das Interesse an sozialer Unterstützung und Unterbringung in der Regel nur in den Wintermonaten.
Bisher bleibt das städtische Umfeld rund um „Garibaldi“ jedoch in einem Zustand der Unsicherheit, sodass die Anwohner mit den Folgen dieses sozialen Problems auf sich allein gestellt sind.
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