Russische Staatsbürgerin in der Türkei wegen Konflikts um Badebekleidung festgenommen
Ein Gericht in der türkischen Stadt Antalya hat die Festnahme einer russischen Staatsbürgerin angeordnet, die in der Ferienregion Alanya lebt, nach einem Vorfall im Zusammenhang mit der religiösen Kleidung ihres Kindes. Der Fall hat in der lokalen Gemeinschaft einen ernsthaften Rechtsstreit ausgelöst.
Nach Informationen der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur „Anadolu“ verhinderte die 64-jährige Lyudmila Inan, die als Managerin in einem Wohnkomplex im Viertel Mahmutlar tätig ist, dass ein 13-jähriges Mädchen den Pool nutzte, da dieses einen Burkini trug – einen Badeanzug, der den islamischen Traditionen entspricht.
Die Frau behauptete, dass die Nutzung des Pools mit solcher Kleidung durch die internen Regeln des Komplexes verboten sei. Ihr Verhalten löste jedoch eine heftige Reaktion seitens der Familie des Kindes aus, die Beschwerde einreichte und das Verhalten der Managerin als „Verletzung der religiösen Gefühle“ qualifizierte.
Nach dem Eingreifen der Gendarmerie wurde der Fall vor ein Gericht gebracht, wo die Entscheidung über die Festnahme der russischen Staatsbürgerin getroffen wurde. Derzeit ist unklar, wie schwerwiegend die Anklage ist und welche Strafmaßnahme gegen Inan verhängt wird.


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