Bulgaren haben im Jahr 2025 über 745 Mio. Lewa für verschreibungspflichtige Medikamente selbst bezahlt
Hohe Kosten für Patienten mit chronischen Erkrankungen
Im Jahr 2025 haben Bulgaren über 745 Millionen Lewa (etwa 381 Millionen Euro) für Medikamente selbst bezahlt, die unter die Erstattungsprogramme der Nationalen Krankenversicherungskasse (NHKK) fallen. Laut Daten einer Studie des Expertenclubs für Wirtschaft und Politik (EKIP) werden diese Mittel für Medikamente aufgewendet, die teilweise oder vollständig durch staatliche Subventionen gedeckt sind.
Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen verzeichnen einen erheblichen Anstieg ihrer monatlichen Ausgaben. Laut Zeugenaussagen von Bürgern variieren die Zuzahlungen für Medikamente gegen Herz-, Diabetes- und neurologische Erkrankungen je nach Therapie zwischen etwa 30 Euro und über 160 Euro pro Monat.
Unzureichende Erstattung wichtiger Medikamentengruppen
Der Gesundheitsexperte des EKIP, Arkadi Scharkow, weist darauf hin, dass Medikamente zur Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen die größte finanzielle Belastung für die Bürger darstellen. Ihm zufolge werden diese Medikamentengruppen vom Staatshaushalt nicht ausreichend erstattet, was die Patienten dazu zwingt, einen erheblichen Teil des Preises selbst zu tragen.
„Die Bulgaren, die am stärksten unter Herz- und Gefäßerkrankungen leiden, zahlen gerade für diese Gruppen am meisten. Die Medikamente, die in diesen Gruppen teilweise oder vollständig erstattet werden, sind unzureichend erstattet“, kommentierte Scharkow.
Position der NHKK
Die Nationale Krankenversicherungskasse erklärte, dass die Liste der erstattungsfähigen Medikamente jährlich aktualisiert wird. Nach Angaben der Institution hängt eine mögliche Erhöhung der Medikamentenabdeckung von den Entscheidungen der Gesundheits- und Finanzministerien ab, woraufhin die Kasse die entsprechenden Zahlungen leisten wird.


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