Rückgang der Getreideproduktion in der EU aufgrund von Dürre und hohen Temperaturen erwartet
Prognosen für einen Rückgang der Getreideproduktion in der EU
Die Kombination aus Austrocknung und hohen Temperaturen ist der Hauptgrund für den erwarteten Rückgang der Getreideproduktion in der Europäischen Union, wie UkrAgroConsult unter Berufung auf Schätzungen von Experten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) berichtet. Den Prognosen zufolge wird die gesamte Getreideproduktion in der EU in der laufenden Saison voraussichtlich 266 Mio. Tonnen erreichen, was einem Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der signifikanteste Rückgang der durchschnittlichen Erträge wird in Ungarn, Frankreich, Deutschland und Polen erwartet. Neben den ungünstigen klimatischen Bedingungen sind die steigenden Düngemittelpreise und die Verringerung der Anbauflächen Faktoren für den Rückgang.
Krise in der Maisproduktion
Die klimatischen Bedingungen wirken sich am negativsten auf die Maisernte aus. Die Prognose für dessen Produktion wurde auf 52,5 Mio. Tonnen gesenkt – das sind 1,25 Mio. Tonnen weniger als das Vorjahresniveau, was den niedrigsten Wert seit der Saison 2022/23 wäre.
Landwirte haben die Maisanbauflächen aufgrund von Sorgen über mangelnde Bodenfeuchtigkeit und hohe Verluste reduziert. Zu den Ländern mit der größten Verringerung der Anbauflächen für diese Kultur gehören Frankreich, Deutschland, Spanien, Bulgarien und Portugal.
Situation beim Weizen und die Rolle Bulgariens
Die USDA-Experten haben auch die Prognose für die Weizenernte auf 133,8 Mio. Tonnen gesenkt, was einem Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Grund dafür ist das mehrfache Überschreiten der Temperaturschwelle von 35 Grad während der Hitzewellen seit Mai.
Im Kontext des allgemeinen Rückgangs gehören Bulgarien und Rumänien zu den wenigen EU-Ländern, für die im Vergleich zu früheren Prognosen eine bessere Ernte erwartet wird.
Auswirkungen auf die Märkte und Importe
Aufgrund der sinkenden Produktion, insbesondere in Frankreich und Ungarn, wird erwartet, dass die EU die Getreideimporte aus Drittländern erhöhen wird. Die prognostizierten Importe steigen auf 28,4 Mio. Tonnen gegenüber 26,5 Mio. Tonnen im vorangegangenen Geschäftsjahr. Als wichtige Maislieferanten für den europäischen Markt werden die USA, die Ukraine, Brasilien und Kanada erwartet.
Der Produktionsrückgang könnte zu einer erheblichen Verringerung der endgültigen Getreidevorräte führen – von 37,5 Mio. Tonnen für das Jahr 2025/26 auf 29,6 Mio. Tonnen. Dies könnte den Druck auf die europäischen Märkte hinsichtlich des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage erhöhen.


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