August 5, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Diäten

Studie: Die Reduzierung der Proteinzufuhr kann das Risiko für chronische Krankheiten senken

Проучване: Ограничаването на протеините може да намали риска от хронични заболявания
Foto: Messofy · CC BY-SA 4.0

Einfluss auf Stoffwechsel und Langlebigkeit

Eine neue wissenschaftliche Studie, die auf der Analyse von über 300 Untersuchungen basiert, zeigt, dass eine Einschränkung der Proteinzufuhr bei der Prävention von altersbedingten Krankheiten hilfreich sein kann. Laut Forschern der University of Wisconsin-Madison in den USA kann eine geringere Proteinzufuhr das Risiko für Diabetes, bestimmte Krebsarten und andere altersbedingte Erkrankungen senken.

Der Leiter der Studie, Dudley Lamming, merkt an, dass eine hohe Proteinzufuhr zwar für den Muskelaufbau und die Regeneration nach körperlicher Belastung notwendig ist, die meisten Menschen mit einem sitzenden Lebensstil jedoch deutlich mehr Proteine zu sich nehmen, als ihr Körper benötigt.

Wirkmechanismen: Hormone und Autophagie

Laut den Autoren der Studie verbessert eine proteinarme Ernährung den Stoffwechsel, reduziert das Fettgewebe, erhöht den Energieverbrauch und unterstützt die Blutzuckerkontrolle. Diese Effekte sind auf die Erhöhung des Hormonspiegels von FGF21 zurückzuführen, das eine effizientere Energienutzung stimuliert.

Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Aktivierung des Prozesses der Autophagie – ein natürlicher Mechanismus, bei dem der Körper beschädigte Zellstrukturen abbaut und entfernt. Dies hilft dabei, die Zellen in einem jüngeren Zustand zu halten, und kann die Alterungsprozesse verlangsamen.

Empfehlungen und individuelle Einschränkungen

Die Forscher betonen, dass eine Reduzierung der Proteine nicht für alle Personengruppen geeignet ist. Sie wird nicht für Schwangere, Kinder im Wachstum, ältere Menschen mit dem Risiko eines Muskelmassenverlusts sowie für Personen empfohlen, die sich von schweren Verletzungen oder Operationen erholen.

Obwohl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine tägliche Zufuhr von etwa 0,83 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfehlen, sind Wissenschaftler der Meinung, dass zukünftige Richtlinien individueller gestaltet werden sollten. Diese sollten nicht nur das Alter, sondern auch das spezifische Maß an körperlicher Aktivität jedes Einzelnen berücksichtigen.

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