July 22, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Wirtschaft

Pharma-Krieg: Novo Nordisk verklagt Eli Lilly wegen irreführender Werbung für Abnehmmedikamente

Фармацевтична война: Novo Nordisk съди Eli Lilly за подвеждащи реклами на лекарства за отслабване
Foto: AI илюстрация (Flux) · AI generated

Der Wettbewerb zwischen den beiden größten Akteuren auf dem Markt für Abnehm- und Diabetesmedikamente eskaliert vor Gericht. Das dänische Unternehmen Novo Nordisk hat Klage gegen den US-amerikanischen Konzern Eli Lilly & Co. vor einem Bundesgericht in den USA eingereicht und wirft dem Konkurrenten irreführende Werbekampagnen vor.

Laut Novo Nordisk verwenden die Werbeanzeigen von Eli Lilly für die Medikamente Zepbound (zur Gewichtsreduktion) und Mounjaro (gegen Diabetes) veraltete Vergleichsdaten. Der Kern des Streits liegt darin, dass Lilly die Wirkung seiner Produkte mit niedrigeren Dosierungen von Wegovy (ein Produkt von Novo) vergleicht, anstatt mit den aktuellen, höheren Dosierungen, die bereits auf dem Markt verfügbar sind.

Kern des Streits
Novo behauptet, dass die Werbung von Lilly einen Vorteil suggeriert, der bei einem direkten Vergleich moderner Therapieregime nicht existiert. Konkret gibt Lilly an, dass Anwender von Zepbound durchschnittlich 50 Pfund abnehmen, während Novo darauf hinweist, dass der Unterschied in den Ergebnissen vernachlässigbar gering ist, wenn man es mit einer höheren Dosis von Wegovy vergleicht.

Marktkontext und wirtschaftliche Folgen
Der Kampf wird um einen riesigen Markt geführt, der laut Bloomberg Intelligence bis 2030 voraussichtlich ein jährliches Volumen von 120 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Obwohl Novo Nordisk mit Wegovy der erste Marktführer war, ist Eli Lilly mit Zepbound aggressiv in den Markt eingetreten und derzeit ein starker Konkurrent im Umsatz.

Die Reaktion der Märkte erfolgte unmittelbar – die Aktien von Lilly fielen um 0,6 %, während die Aktien von Novo Nordisk in Kopenhagen direkt nach der Nachricht einen Rückgang von 1,6 % verzeichneten.

Novo Nordisk fordert vom Gericht die sofortige Einstellung der umstrittenen Werbung sowie die Veröffentlichung von Korrekturmitteilungen. Die Klage stützt sich auf Verstöße gegen Gesetze zum unlauteren Wettbewerb und irreführende Werbung (Lanham Act).

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