AstraZeneca meldet Gewinnanstieg, gestützt durch Onkologie-Medikamente
Der Nettogewinn des Pharmariesen AstraZeneca stieg im Quartal bis Juni um über 2 % auf 2,51 Mrd. USD (ca. 2,2 Mrd. EUR). Der Hauptfaktor für das Finanzergebnis ist das stabile Wachstum in den Segmenten Onkologie und Behandlung seltener Krankheiten.
Finanzkennzahlen und Marktreaktion
Der Gesamtumsatz des Unternehmens erreichte 15,38 Mrd. USD (13,49 Mrd. EUR), was einem Anstieg von 5 % bei konstanten Wechselkursen entspricht. Der zugrunde liegende Gewinn pro Aktie erreichte 2,63 USD – ein Anstieg von 18 % bei konstanten Wechselkursen, was über den von Analysten prognostizierten 2,48 USD liegt.
Der Markt reagierte positiv auf die Berichte, wobei die Aktien des Unternehmens zu Beginn des europäischen Handels um 1,4 % zulegten. Dies geschieht nach einem früheren Rückgang Anfang Juli, der durch das Scheitern des Medikaments Wainua bei der Erreichung der gesetzten Ziele in einer klinischen Studie verursacht wurde.
Strategische Ziele und neue Entwicklungen
AstraZeneca-CEO Pascal Soriot betonte, dass das Unternehmen weiterhin sein Ziel verfolgt, bis 2030 einen Gesamtumsatz von 80 Mrd. USD zu erreichen. Trotz des Misserfolgs einer der Studien äußerte Soriot Vertrauen in die Produktlinie und fügte hinzu, dass in den nächsten 18 Monaten über 20 wichtige Ergebnisse aus klinischen Studien erwartet werden.
Parallel zur Onkologie entwickelt AstraZeneca Lösungen zur Behandlung von Fettleibigkeit. Daten aus dem Juni zeigen, dass die experimentelle Abnehm-Tablette elecoglipron bei der höchsten Dosierung nach 26 Wochen zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 10,5 % und nach 36 Wochen zu 11,8 % führt. Der Erfolg dieser Studien würde es dem Unternehmen ermöglichen, auf dem Markt für Abnehmmedikamente zu konkurrieren, der derzeit von Novo Nordisk und Eli Lilly dominiert wird.


Kommentare (0)