July 18, 2026 BG EN UK RU DE PL TR
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Gesundheit

Mimi Vitkova: Das Gesundheitssystem ist am Ende; die Kosten für Patienten gehören zu den höchsten in Europa

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Мими Виткова: Здравната система е докарана до сергия; разходите на пациентите са сред най-високите в Европа
Foto: Yusuf Çelik · Pexels License

Die neue Anforderung, dass Privatkrankenhäuser bei der Beschaffung von Medikamenten öffentliche Ausschreibungen durchführen müssen, ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber er kommt spät. Dies betonte Dr. Mimi Vitkova, die ehemalige Gesundheitsministerin, bei der Kommentierung der Veränderungen im Sektor.

Laut der Expertin werden solche Maßnahmen von der Europäischen Kommission empfohlen, um die Bedingungen zwischen staatlichen und privaten medizinischen Einrichtungen anzugleichen. Sie fügt jedoch hinzu, dass der Prozess breiter gefasst sein muss und nicht nur Medikamente, sondern auch die gesamte medizinische Ausrüstung und Apparatur umfassen sollte, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird.

Eines der schwerwiegendsten Probleme, das Vitkova anspricht, ist der Mangel an effektiver Kontrolle über die Preise medizinischer Produkte. Sie hebt den absurden Unterschied bei den Kosten für dieselben Verbrauchsmaterialien in verschiedenen Krankenhäusern hervor – zum Beispiel kann dieselbe Prothese in einer Einrichtung 2.000 Lewa kosten und in einer anderen 5.000 Lewa, obwohl Qualität und Hersteller identisch sind.

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Während es bei Medikamenten Regulierungsmechanismen gibt, fehlt die Kontrolle bei Implantaten und Verbrauchsmaterialien praktisch völlig. Dies führt zu enormen Zuzahlungen seitens der Bürger. „Nirgends in Europa sind die Zuzahlungen der Patienten so hoch. Bei uns erreichen sie etwa 40 % aller Gesundheitsausgaben“, erklärte Dr. Vitkova und zitierte Beispiele für Beträge, die bei individuellen Eingriffen in die Zehntausende von Lewa gehen.

Die Kritik der ehemaligen Ministerin richtet sich auch gegen die strukturelle Ineffizienz des Systems. Sie stellt fest, dass die Anzahl der Krankenhäuser in Bulgarien zwar von 144 im Jahr 1997 auf über 340 heute deutlich gestiegen ist, dies jedoch nicht zu einer Verbesserung der Gesundheitsindikatoren geführt hat. Im Gegenteil, das System fördert Überhospitalisierungen, da die Einnahmen der medizinischen Einrichtungen direkt von der Anzahl der aufgenommenen Patienten abhängen.

In Bezug auf das Personal ist Dr. Vitkova der Ansicht, dass das Problem nicht in der absoluten Anzahl der Ärzte liegt, sondern in deren ungleichmäßiger Verteilung. Während Großstädte gesättigt sind, bleiben ganze Regionen ohne Zugang zu wichtigen Spezialisten, wobei ein besonders akuter Mangel bei Pflegekräften, Pathologen und Pädiatern zu beobachten ist.

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