Budgetbedarf für konsularische Dienste und Kulturinstitute im Ausland: Wie sehen die Pläne der Regierung aus?
Im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für die Politik für Bulgaren im Ausland wurden die Finanzpläne für das Jahr 2026 im Zusammenhang mit der Tätigkeit bulgarischer Institutionen im Ausland erörtert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des konsularischen Netzwerks und der Aufrechterhaltung der kulturellen und bildungspolitischen Verbindung zur Diaspora.
Konsularnetzwerk und Schengen
Der stellvertretende Außenminister Hristo Polendakov wies darauf hin, dass für die Erfüllung der Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft Bulgariens im Schengen-Raum 3,7 Mio. Euro erforderlich sind. Diese Mittel sind für die Schaffung von 36 neuen konsularischen Stellen vorgesehen.
Was bedeutet das für die Bürger: Die Erhöhung der Kapazitäten wird eine schnellere Bearbeitung von Visum Typ D ermöglichen, was für den Tourismussektor und für Arbeitgeber, die Ausländer einstellen, von entscheidender Bedeutung ist. Darüber hinaus wird das neue Personal auf eine bessere Kommunikation mit den bulgarischen Gemeinschaften in den Ländern, in denen die Vertretungen ansässig sind, ausgerichtet.
Bildung und Kultur
Im Bildungsbereich ist das Budget für die Aktivitäten des Bildungsministeriums im Ausland auf über 38 Mio. Euro geplant. Diese Mittel decken die Arbeit der Sonntagsschulen und der Bulgarisch-Lektorate ab. Laut Sonya Krastanova, Leiterin der Finanzabteilung im Ministerium, sind die aktuellen Mittel ausreichend, wobei ein Anstieg der Standards für den Unterhalt der Schulen um etwa 8-10 % geplant ist.
Andererseits erfordert der Kultursektor eine ernsthaftere Kapitalisierung. Die stellvertretende Kulturministerin Zornitsa Grekova erklärte, dass für das normale Funktionieren der bestehenden 11 Kulturinstitute in Europa jährlich zusätzliche 3,5 Mio. Euro benötigt werden. Derzeit verfügen sie über etwa 3,1 Mio. Euro, die hauptsächlich durch laufende Kosten wie Mieten, Gehälter und Reparaturen gedeckt werden, was den Ausbau des Netzwerks (z. B. die geplanten Institute in Madrid, Tirana und Taraklia) erschwert.


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