Krise im Bezirkskrankenhaus von Jambol: Die Pädiatrie steht kurz vor der Schließung
Das Bezirkskrankenhaus in Jambol steht vor einer ernsten Personalkrise, die zur vollständigen Einstellung des Betriebs der Kinderstation führen könnte. Das Hauptproblem ist der kritische Mangel an Kinderärzten, berichtete BNR.
Laut dem Direktor der medizinischen Einrichtung, Dr. Panayot Dimanov, ist der Trend besorgniserregend – immer weniger junge Spezialisten wählen die Pädiatrie als Karriereweg. Gleichzeitig treten erfahrene Ärzte in den Ruhestand oder verlassen die etablierten Institutionen.
„Sie bevorzugen den präklinischen Dienst, wo es keine Bereitschaftsdienste, keine ständige Verfügbarkeit und keine schweren Fälle gibt“, erklärt Dr. Dimanov. Er betont, dass der Mangel an angemessenen Arbeitsbedingungen und infrastrukturelle Probleme Schlüsselfaktoren sind, die junge Ärzte dazu bewegen, Arbeit in größeren Städten zu suchen.
Das Problem wird dadurch verschärft, dass der Bau des neuen Krankenhausgebäudes in Jambol bereits seit fast einem halben Jahrhundert andauert, was das Arbeitsumfeld zusätzlich verschlechtert.
Wenn sich die Situation nicht stabilisiert und keine neuen Spezialisten gewonnen werden können, werden die Patienten in der Region Jambol ohne lokale pädiatrische Versorgung bleiben. In diesem Fall müssten Kinder mit schweren klinischen Fällen in Krankenhäuser in benachbarte Regionen transportiert werden, was ernsthafte Risiken für ihre Gesundheit und Sicherheit birgt.


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