Bulgarien auf dem Weg zum „Michelin“-Guide? Wie es um die Auditoren und die prestigeträchtigen Sterne steht
Bulgarien befindet sich im Prozess der Vorbereitung auf den Einzug des weltweiten kulinarischen Guides „Michelin“, betonte Richard Alibegov, Vorsitzender des Bulgarischen Verbandes der Gastronomiebetriebe. In einem Interview mit NOVA NEWS stellte er klar, dass die Informationen über eine mögliche Ablehnung des Landes durch die Prüfer falsch seien.
Laut Alibegov ist der Bewertungsprozess langwierig und strukturiert. Auf das erste vorläufige Audit folgen weitere vier bis sechs Prüfungen, die drei bis sechs Jahre dauern können. „Michelin“ lehnt eine Teilnahme nicht ab, sondern bewertet die Betriebe – sie erhalten entweder einen Stern oder werden in die Kategorie der empfohlenen Orte eingestuft. Die Stadtverwaltung von Sofia, die mit den Rechteinhabern des Guides in Kontakt steht, bestätigte, dass das erste Audit äußerst erfolgreich verlaufen sei.
Derzeit wurden etwa 20 Betriebe in der Hauptstadt auditiert, obwohl deren Namen aufgrund vertraglicher Verpflichtungen der Stadtverwaltung vertraulich bleiben. Alibegov erklärte, dass Sterne in der Regel an kleine, ausgewählte Lokale mit begrenzter Speisekarte und wenigen Tischen vergeben werden, da Restaurantketten die Kriterien für eine solche Bewertung nicht erfüllen.
Die Einführung von „Michelin“ in Bulgarien wird nicht nur als kulinarische Anerkennung, sondern auch als mächtiges Instrument zur Entwicklung des Tourismus betrachtet. Das Phänomen „Michelin-Tourismus“ zieht Reisende an, die ihre Reisen speziell aufgrund der hohen gastronomischen Kultur eines Ortes planen.
Abschließend teilte der Verbandsvorsitzende auch seine Meinung zum Angebot an der Schwarzmeerküste mit und merkte an, dass die Vielfalt an Preisen und Klassen es jedem Kunden ermöglicht, eine passende Option zu finden, wobei der Markterfolg der Betriebe direkt von der Zufriedenheit der Besucher bestimmt wird.


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