Europäische Staatsanwaltschaft prüft BDŽ-Verträge: Milliarden von Lew ohne reale Ergebnisse
Die Situation der bulgarischen Eisenbahnen hat einen kritischen Punkt erreicht, und das Ausmaß der potenziellen Verstöße ist schwerwiegend. Laut Verkehrsminister Georgi Peev wurden über die Jahre Milliarden von Lew in die Nationalen Eisenbahnen (BDŽ) investiert, aber die Ergebnisse sind minimal. Eine Schlüsselfakt ist, dass 17 der abgeschlossenen Verträge bereits von der Europäischen Staatsanwaltschaft geprüft werden.
Der Minister betonte, dass es seit 2015-2017 keinen abgeschlossenen Vertrag für den Bau einer Eisenbahnstrecke gegeben hat und einige Projekte sogar ohne gesicherte Finanzierung gestartet wurden. Dies erklärt, warum über 50 % des Schienennetzes in Bulgarien mit Geschwindigkeitsbeschränkungen betrieben werden.
Was bedeutet das für die Bürger?
Für den gewöhnlichen Fahrgast hat dies direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität und die täglichen Reisen. Der Mangel an Modernisierung führt zu unkomfortablen Bedingungen – zum Beispiel verfügen die meisten Waggons über keine effiziente Klimaanlage, was das Reisen im Sommer extrem schwierig macht. Zudem schränkt der Mangel an rollendem Material und Schlafwagen die Möglichkeiten für bequemes und pünktliches Reisen zwischen den Städten ein.
Trotzdem gibt es auch positive Signale für eine Veränderung. Die ersten aus der Bestellung von 35 neuen Elektrotriebwagen von Alstom (Wert über 511 Mio. Euro) sind bereits im Land, und die ersten Züge mit funktionierenden Klimaanlagen werden voraussichtlich im September in Betrieb gehen. Diese Investition ist die größte im Eisenbahnsektor der letzten zwei Jahrzehnte.
Neben dem Eisenbahnsektor kommentierte der Minister auch Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und kündigte die Vorbereitung eines neuen Nationalplans an, der eine bessere Koordination zwischen 300 Institutionen und die Erstellung von Risikoprofilen für Transportunternehmen in Echtzeit umfassen wird.


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