Der Weg zum „Michelin“ ist lang und teuer: Experten fordern Partnerschaft mit dem Staat
Die Möglichkeit für Bulgarien, in den Eliteclub der Michelin-Sterne-Restaurants einzutreten, ist Gegenstand ernsthafter Diskussionen, doch der Weg zu diesem Erfolg ist voller Herausforderungen. Laut Vertretern der Restaurantbranche ist der Prozess langfristig und erfordert nicht nur enorme finanzielle Investitionen, sondern auch systemische Unterstützung durch den Staat.
Chefkoch Ivan Manchev vergleicht die prestigeträchtige Klassifizierung mit der „Champions League“ und betont, dass sie strengen und spezifischen Kriterien unterliegt. Ihm zufolge erfordert bereits der Beginn eines Audits durch Michelin erhebliche Mittel, gefolgt von der Erstellung eines detaillierten Berichts mit Empfehlungen zur Verbesserung des Niveaus.
„Die Momentaufnahme zeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen, aber wir fühlen uns allein, weil uns niemand unterstützt. Der Staat muss unser Partner werden und nicht unsere Stiefmutter“, sagte Manchev. Er betonte, dass es ohne institutionelle Hilfe schwierig sei, den Standard zu erreichen, der für internationale Anerkennung erforderlich ist.
Auf der anderen Seite teilte Richard Alibegov in einer Sendung des BNT mit, dass das Erreichen eines solchen Ziels ein Prozess ist, der zwischen 3 und 5 Jahre dauern kann. Er wies die Idee zurück, dass ein Land einen Stern „einfach nicht bekommen kann“, fügte jedoch hinzu, dass es zahlreiche Berichte und Prüfungen geben wird, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Derzeit sind die Diskussionen um das Thema medial stark präsent. Laut Alibegov wird das Interesse durch einzelne Veröffentlichungen ausgelöst, die sich im Internet schnell verbreiten und die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Entwicklung der bulgarischen Gastronomie schüren.

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