Bulgarien gehört zu den wenigen Ausnahmen in Europa mit sinkender Zahl an Immobilientransaktionen
Der europäische Immobilienmarkt hat im vergangenen Jahr eine erhebliche Dynamik gezeigt, doch Bulgarien sticht als eine der wenigen Ausnahmen hervor. Laut Daten von Eurostat verzeichnen 17 der 20 untersuchten europäischen Länder einen Anstieg der Verkäufe, während Bulgarien und Polen zu den Ländern mit abnehmender Aktivität gehören.
Obwohl der bulgarische Markt von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird – von steigenden Haushaltseinkommen bis hin zur Erwartung des Beitritts zur Eurozone – zeigt die Statistik einen Rückgang der abgeschlossenen Transaktionen um 2,5 %. Dies ist besonders interessant vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Immobilienpreise im Land in verschiedenen Regionen um zwischen 15 % und 25 % gestiegen sind.
Experten weisen darauf hin, dass die Gesamtzahl der verkauften Wohnungen in Bulgarien zwar hoch ist (über 92.000), der Markt sich jedoch derzeit in einer Phase der „natürlichen Stabilisierung“ befindet. Die Daten für das zweite Quartal zeigen einen Rückgang von etwa 18 % gegenüber den Rekordwerten des Vorjahres. Fachleute interpretieren dies nicht als Anzeichen einer Krise, sondern als Übergang zu einem nachhaltigeren und gesünderen Wachstumstempo nach der Phase des übermäßigen Booms.
Auf europäischer Ebene verzeichnet Slowenien das größte Wachstum (fast 30 %), während Kroatien die größten Schwierigkeiten hat, wo die Transaktionen aufgrund des drastischen Anstiegs von Preisen und Mieten zurückgehen. In Bulgarien bleibt die Suche nach Wohnraum für den Eigenbedarf der wichtigste Kaufgrund, gefolgt von Investitionszielen.


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