Mathematik, Poesie und Berge: Vesela Mihova präsentiert „Die Zeit zwischen zwei Reisen“ in Plovdiv
In einer Welt, die Erfolg oft nur an Zahlen und Geschwindigkeiten misst, ist das Wertvollste manchmal genau die „Zeit zwischen zwei Reisen“ – jene unsichtbaren Momente, in denen wir innehalten, um die Schönheit des Augenblicks wahrzunehmen. Genau diese Philosophie bildet die Grundlage für den Debüt-Gedichtband von Vesela Mihova, der dem Publikum in Plovdiv am 22. Juli im Kulturzentrum „Elysium“ vorgestellt wird.
Die Geschichte dieses Buches ist eher eine emotionale Reise als nur ein literarisches Projekt. Die Idee dazu entstand bereits im Jahr 2015, doch das Leben verlangte, wie so oft, nach anderen Prioritäten. Erst Jahre später, im Jahr 2024, wurde das Projekt abgeschlossen und entwickelte sich zu einem reifen Werk, das Schöpfungen vereint, die über mehr als fünfzehn Jahre hinweg entstanden sind.
Der faszinierende Kontrast im Profil der Autorin liegt in der Tatsache, dass ihr beruflicher Weg in der Sphäre der strengen Logik liegt. Vesela Mihova ist Spezialistin für angewandte Mathematik und Statistik sowie Dozentin im akademischen Umfeld, doch ihr Herz hat schon immer den Weg in die Natur und zum Wort gesucht. In ihrem Buch verwebt sich Poesie mit Bergwanderungen, den Jahreszeiten und philosophischen Überlegungen über das Leben, zusammengefasst im Zyklus „C'est la vie“.
Der visuelle Teil des Buches ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit der Illustratorin Emma Yordanova. Die Wahl von Schwarz-Weiß-Illustrationen ist bewusst getroffen – das Ziel ist es, den Fokus auf den Text zu richten, während das farbige Cover lediglich als sanfte Einführung in die Atmosphäre des Buches dient. Es ist ein gemeinsames Projekt von Menschen, die eine gemeinsame Liebe zu den Bergen und der Stille der Natur teilen.
Die Begegnung im „Elysium“ (ab 18:30 Uhr) wird keine gewöhnliche Präsentation sein. Es wird ein Gespräch über den kreativen Prozess sein – darüber, wie persönliche Erfahrungen und Reisen, die oft mit ihrem Partner, einem Bergführer, geteilt werden, zu Metaphern und Versen werden. Es ist eine Einladung an die Leser, zu den kleinen, oft vernachlässigten Momenten zurückzukehren, die wahre Ruhe schenken.


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