July 23, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Wirtschaft

Wirtschaft warnt vor dem „rumänischen Szenario“: Einigung beim Mindestlohn fast erreicht

Бизнесът предупреждава за „румънския сценарий“: Почти се постигна споразумение за минималната заплата
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Die bulgarische Wirtschaft äußert ernsthafte Bedenken hinsichtlich des wirtschaftlichen Kurses des Landes und vergleicht die aktuelle Lage mit dem „rumänischen Szenario“ von vor einigen Jahren. Dies erklärte der Geschäftsführer der Konföderation der Arbeitgeber und Industriellen in Bulgarien (KRIB), Dr. Boyan Mitrakiev.

In einem Interview mit Bulgaria ON AIR betonte Mitrakiev, dass sich der Staat an einem kritischen Punkt befinde, an dem das Haushaltsdefizit und die hohe Inflation direkt mit der automatischen Erhöhung der Löhne verknüpft sind. Ihm zufolge ist die Kostenstruktur problematisch geblieben, obwohl fast eine Einigung mit den Gewerkschaften über die neuen Mindestlohnstufen erzielt wurde.

„Im Staat ist alles miteinander verbunden – entweder mit dem Mindestlohn oder mit dem Durchschnittslohn. Beim Mindestlohn gibt es kein Drama, er ist an die Inflation und das Haushaltsdefizit gekoppelt“, erklärte der Wirtschaftsvertreter. Er fügte hinzu, dass Bulgarien ähnliche Wirtschaftsindikatoren wie Rumänien vor vier Jahren zeige, was ein Signal für bevorstehende Schwierigkeiten sei.

Eines der Hauptprobleme, das von der KRIB angeführt wurde, ist der hohe Anteil der Sozialausgaben im Staatshaushalt. Laut Mitrakiev sind etwa 80 % des Budgets für Sozialleistungen und Gehälter vorgesehen, was das Investitionsprogramm des Staates fast machtlos macht, das strukturelle Defizit zu lösen, selbst wenn es drastisch gekürzt würde.

Die Wirtschaft fordert die Regierenden auf, die „Automatismen“, die das hohe Defizit und die Inflation aufrechterhalten, zu überdenken, insbesondere angesichts der Vollbeschäftigung im Land. Laut KRIB sei die Aufrechterhaltung eines solchen Defizits in Friedenszeiten absurd und verlagere die Last der wirtschaftlichen Instabilität direkt auf die Steuerzahler.

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