Test bei extremen Temperaturen: Wie schlägt sich ein Dieselmotor bei -40°C?
Dieselmotoren und harte Winter waren schon immer eine Herausforderung für Autofahrer. Die Verdickung von Flüssigkeiten und die Erschöpfung der Batterien machen den Kaltstart zu einer echten technischen Prüfung. Um die genaue Belastungsgrenze zu ermitteln, führten die Spezialisten von Banks Power einen extremen Test in einer Kühlkammer in Kalifornien durch.
Gegenstand des Tests war ein neuer Ram 2500 HD Pickup mit dem legendären 6,7-Liter-Cummins-Turbodiesel. Für maximale Genauigkeit verwendete das Team neue AGM-Batterien, frischen Kraftstoff, 5W-40 Öl und speziellen Winterdiesel mit Anti-Gel-Zusatz, um das Risiko einer Paraffinierung zu eliminieren.
Laut dem Experten Gale Banks hängt der Startenerfolg von vier Schlüsselfaktoren ab: der Umgebungstemperatur, der Kühlmitteltemperatur, der Kompressionswärme und der Lufttemperatur im Ansaugkrümmer. Da das Klima nicht kontrolliert werden kann, ist die Steuerung von Kühlmittel und Luft entscheidend.
Die Testergebnisse:
- Bei -29°C ohne Vorwärmung: Der Motor schafft es gerade so, mit 82 U/min zu drehen, was einem Rückgang der Kolbengeschwindigkeit um fast 47 % entspricht – ein kritischer Moment für den Aggregat.
- Bei -29°C mit Blockvorwärmung: Das Frostschutzmittel wird auf 0°C gehalten, was den mechanischen Verschleiß beim Start erheblich reduziert.
- Bei -34°C mit Vorwärmung: Die Maschine schafft es dank der Luftvorwärmung immer noch, mit 89 U/min zu starten.
- Bei -40°C: Das System gibt auf. Die Batterien verlieren ihre Spannung auf nur noch 6,4 Volt, was nicht einmal ausreicht, um das Motorsteuergerät zu versorgen.
Das Experiment beweist, dass Motorvorwärmer für den Betrieb in Regionen mit hartem Klima unerlässlich sind. Interessanterweise weisen die Werkslösungen von Cummins bekannte konstruktive Schwächen auf, was viele Besitzer dazu veranlasst, nach leistungsstärkeren Alternativen auf dem Aftermarket zu suchen, um die Zuverlässigkeit im Winter zu gewährleisten.


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