Schweinezüchter fordern strategischen Status und prioritäre Mittel in der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik
Die bulgarische Schweinemast muss als strategischer Sektor anerkannt werden, der für die nationale Ernährungssicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Dies ist die Hauptforderung des Verbandes der Schweinezüchter in Bulgarien, der eine offizielle Stellungnahme an den Landwirtschaftsminister Plamen Abrovski geschickt hat.
Die Vorschläge der Branche zielen auf die Vorbereitung der nationalen Position für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2028–2034 ab. Die Erzeuger betonen, dass der Sektor sehr kapitalintensiv ist und erheblichen Risiken ausgesetzt ist – von Seuchen (wie der Afrikanischen Schweinepest) bis hin zu Marktkrisen und steigenden ökologischen Anforderungen.
Schlüsselprioritäten: Investitionen und Digitalisierung
Eine der Hauptforderungen ist, dass die Schweinemast vorrangigen Zugang zu Investitionshilfen erhält. Die Branche schlägt vor:
- Vertikale Integration: Unterstützung für die Verbindung zwischen Futtermittelproduktion, Tierhaltung, Schlachtung und Fleischverarbeitung, um die Wertschöpfung im Land zu halten.
- Modernisierung und Technologie: Finanzierung für Automatisierung, Mikroklimamanagement sowie die Einführung von künstlicher Intelligenz und Sensorsystemen für eine Präzisions Tierhaltung.
- Markttransparenz: Schaffung eines Marktüberwachungssystems mit Referenzpreisen für lebende Schweine.
Ökologischer Übergang und Biosicherheit
Der Verband unterstützt die europäischen Umweltziele, besteht jedoch darauf, dass jede neue Anforderung – sei es zur Reduzierung von Ammoniakemissionen oder für einen humaneren Umgang mit Tieren – von einer angemessenen Finanzierung begleitet wird. Es wird Unterstützung für die Biogasproduktion und Technologien zur Gülleverwaltung vorgeschlagen.
Besonderes Augenmerk wird auf die Biosicherheit gelegt. Der Vorsitzende des Verbandes, Lefter Lefterov, schlägt die Schaffung einer speziellen Investitionsintervention zur Krankheitsprävention und von Risikomanagementmechanismen vor, die Betriebe bei Seuchen oder schweren Marktturbulenzen entschädigen.
Verringerung der Importabhängigkeit
Um die nationale Produktion zu stärken, schlägt die Branche die Förderung des Anbaus lokaler Proteinkulturen für Futtermittel vor. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Protein- und Fleischimporten zu verringern, indem kürzere und nachhaltigere Lieferketten aufgebaut werden.


Kommentare (0)