July 24, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

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Rechnungshof deckt massive Finanzverstöße in der Gemeinde Schumen auf: Unstimmigkeiten in Millionenhöhe

Сметната палата разкри мащабни финансови нарушения в Община Шумен: несъответствия за милиони левове
Foto: AI илюстрация (Flux) · AI generated

Der Rechnungshof hat den endgültigen Prüfbericht über den Finanzbericht der Gemeinde Schumen für das Jahr 2025 vorgelegt, der eine Reihe wesentlicher Verstöße, Buchungsfehler und Schwächen im Kontrollsystem aufzeigt. Aufgrund der festgestellten Diskrepanzen geben die Prüfer ein „qualifiziertes Urteil“ ab, was bedeutet, dass der Bericht zwar im Kern vertrauenswürdig ist, jedoch erhebliche Unregelmäßigkeiten enthält.

Probleme mit Immobilien und Eigentum

Einer der schwerwiegendsten Verstöße betrifft die Bewertung der kommunalen Vermögenswerte. Die Prüfer stellten fest, dass 284 Grundstücke mit einem Gesamtwert von über 6 Mio. Lew nach dem Steuerwert statt nach dem beizulegenden Zeitwert angegeben wurden, wie es die Standards erfordern. Bei der Überprüfung bestimmter Transaktionen wurde eine drastische Lücke festgestellt: 13 verkaufte Immobilien wurden lediglich mit 51.295 Lew bewertet, während ihr realer Marktwert bei über 561.500 Lew liegt.

Neben den fehlerhaften Bewertungen verfügt die Gemeinde über 37 Immobilien, die als Eigentum geführt werden, ohne dass die erforderlichen Rechtsdokumente für deren Erwerb vorliegen.

Chaos bei Ausgaben und Infrastrukturprojekten

Der Bericht hebt zudem massive Korrekturen bei falsch verbuchten Ausgaben hervor, die sich insgesamt auf fast 10 Mio. Lew belaufen. Darunter befinden sich Projekte für:

  • Den Bau eines Hallenbads;
  • Die Sanierung der Straßen Nadarevo – Osmar und Drumevo – Konjovets;
  • Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung;
  • Reparaturen an Einrichtungen wie der Schule „Knjaz Boris I“ und der Turnhalle im Dorf Drumevo.

Zusätzliche Unstimmigkeiten wurden auch bei der Berichterstattung über den Anteil der Gemeinde an der „Industrial Park Schumen“ AD (über 1,2 Mio. Lew) sowie bei den Ausgaben für soziale Dienstleistungen festgestellt.

Mangelnde Kontrolle

Der Rechnungshof stellt zudem eine institutionelle Schwäche fest – die Gemeinde Schumen hat den obligatorischen Prüfungsausschuss nicht eingerichtet, was die Finanzdisziplin untergräbt. Laut den Prüfern schafft das Fehlen eines konsistenten Modells zur Bewertung von Vermögenswerten ein hohes Risiko für Ungenauigkeiten und beeinträchtigt die Zuverlässigkeit der gesamten Finanzberichterstattung der Gemeinde.

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