July 21, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Medikamente

Preisunterschiede bei Medikamenten bis zu 12-mal höher: Gesundheitsökonom Sharkov nennt den Schuldigen

Ценови разрив до 12 пъти при лекарствата: Здравният икономист Шарков посочи виновникът
Foto: Retired electrician · CC0

Der Preisunterschied bei Arzneimitteln in medizinischen Einrichtungen kann bis zum 12-fachen betragen, warnt der Gesundheitsökonom Arkadi Sharkov. Ihm zufolge ist die Hauptursache für dieses Preisungleichgewicht der Übergang zum System der zentralisierten elektronischen Ausschreibungen, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde.

In einem Gespräch mit „Bulgaria ON AIR“ erklärte Sharkov, dass vor der Änderung der Vorschriften die Regel des gewichteten Durchschnittspreises angewendet wurde. Dieses System hat die Preisunterschiede erfolgreich minimiert, aber das neue Verfahren mit bietenden Teilnehmern hat zu erheblichen Marktverzerrungen geführt.

Der Ökonom äußerte sich skeptisch gegenüber Vorschlägen zur Einführung obligatorischer öffentlicher Aufträge (ZOP) für Privatkrankenhäuser. Da private Strukturen nicht aus dem Staatshaushalt subventioniert werden, wären Versuche, deren Einkäufe direkt über öffentliche Aufträge zu steuern, laut ihm ein „Eingriff in das Privatgeschäft“.

„Es ist ein falscher Ansatz, noch mehr medizinische Einrichtungen in den Korruptionsmechanismus der öffentlichen Aufträge einzubinden. Die Regulierungsbehörden werden das Problem um das Hundertfache vergrößern“, sagte Sharkov und betonte das Risiko zusätzlicher Verzerrungen im Sektor.

Als Alternative zur administrativen Kontrolle setzte der Ökonom auf die Digitalisierung. Er wies darauf hin, dass die Einführung des „E-Health“-Systems entscheidend für die Nachverfolgung des Patienten und seiner Behandlung sei, um Transparenz durch digitale Fernkontrolle zu gewährleisten.

öffentliche AufträgeMedikamenteMedikamentenpreiseArkadi SharkovGesundheitsökonomPrivatkrankenhäuser

Kommentare (0)

Kommentar hinterlassen