July 25, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Wirtschaft

Marktkampf: Bulgarische Landwirte beschuldigen Handelsketten unlauterer Praktiken und Verdrängung lokaler Produkte

Борба за пазара: Българските земеделци обвиняват търговските вериги в нелоялни практики и изтласкване на местната продукция
Foto: MatthewHoobin · CC0

Bulgarische landwirtschaftliche Erzeuger stehen vor ernsthaften Herausforderungen bei der Vermarktung ihrer Produkte in großen Handelsketten. Laut Tsvetan Tsekov, Vorsitzender der nationalen Branchenkammer „Obst und Gemüse“, werden im Sektor systematische unlautere Praktiken beobachtet, die die lokale Produktion in eine benachteiligte Lage bringen.

Eines der Hauptprobleme, das von der Kammer angeführt wird, ist die Nutzung der bulgarischen Marke für Waren, die tatsächlich aus Drittstaaten mit niedrigeren Selbstkosten importiert wurden. Dies untergräbt nicht nur das Vertrauen in die lokale Produktion, sondern ermöglicht es den Händlern auch, ihre Gewinne durch den Import billigerer Produkte zu maximieren, während bulgarische Landwirte Schwierigkeiten beim Zugang zu den Verkaufsstellen haben.

„Die Handelsketten verfolgen eine Politik, bei der der Zugang bulgarischer Erzeuger zu ihren Verkaufsregalen stark eingeschränkt ist“, erklärt Tsekov. Er merkt an, dass häufig Vorwände über die Nichteinhaltung von Standards genutzt werden, um bulgarische Produkte abzulehnen, während gleichzeitig im Geschäft importierte Waren mit niedrigerer Handelsqualität angeboten werden.

Neben der Frage der Herkunft ist auch die Höhe der Handelsaufschläge kritisch. Der Kammervorsitzende betont, dass es inakzeptabel ist, dass sich die Produktion vom Preis des Erzeugers bis zum Endverbraucher verdoppelt oder verdreifacht.

Um diesen Prozessen entgegenzuwirken, ist ein dringendes Eingreifen des Staates durch Gesetzesänderungen und strengere Sanktionen erforderlich. Laut Branchenvertretern benötigt Bulgarien eine klare Politik zum Schutz vulnerabler Sektoren, ähnlich den Mechanismen, die in anderen europäischen Ländern angewendet werden, damit der lokale Erzeuger nicht vollständig vom eigenen Markt verdrängt wird.

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