Krise an der NATFIZ: Brüssel sendet Schreiben über den Ausschluss der Akademie aus der europäischen Filmallianz
Der Konflikt an der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst (NATFIZ) eskaliert auf internationaler Ebene. Studenten und ein Großteil des Lehrkörpers setzen ihre Proteste fort und erklären, dass die Leitung unter Rektor Prof. Miroslav Dachev die Zukunft der Institution gefährdet.
Laut Prof. Svetoslav Ovcharov, Filmregisseur und Dozent an der Akademie, ist die Situation kritisch. Der Kern des Streits ist ein offizielles Schreiben aus Brüssel, mit dem die European Alliance of Film Schools fordert, dass die NATFIZ ihren Status ändert und aus der Organisation ausgeschlossen wird. Dies würde nicht nur den Verlust erheblicher europäischer Mittel bedeuten, sondern den Studenten auch internationale Praktika und Kooperationen verwehren.
Die Protestierenden weisen darauf hin, dass die Atmosphäre an der Akademie durch administrative Kämpfe gelähmt sei. Dozenten, die zuvor Unregelmäßigkeiten beim Bildungsministerium gemeldet hatten, sind nun Gegenstand von Disziplinarmaßnahmen unter dem Vorwand der „Beschädigung des Prestiges der Einrichtung“. Prof. Ovcharov merkt an, dass es paradox sei, wie Branchenorganisationen, die eigentlich die Arbeitnehmer schützen sollten, in diesem Fall auf der Seite des Arbeitgebers stehen.
Die Studenten, vertreten durch Toni Penchev, betonen, dass sie gezwungen sind, Unterstützung in der gesamten akademischen Gemeinschaft Bulgariens zu suchen, da ihre eigenen Bemühungen nicht ausreichen. Die Protestaktionen sollen auch im Herbst fortgesetzt werden, mit dem Ziel, den administrativen Druck zu stoppen und die akademische Unabhängigkeit der NATFIZ zu schützen.


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