Anstieg von „Schmutzhändlern-Krankheiten“ und Zeckenrisiken: Warnung des NCDC
Es wird ein natürlicher Anstieg der registrierten Fälle von Gastroenteritiden und Enterokolitiden beobachtet, die mit sogenannten „Schmutzhändlern-Krankheiten“ zusammenhängen. Davor warnt Prof. Ива Христова, Direktorin des Nationalen Zentrums für Infektions- und Parasitenerkrankungen (NCDC).
Laut der Expertin gehören zu den Hauptsymptomen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei vielen dieser Pathogene, wie zum Beispiel Noroviren, ist der kranke Mensch selbst die Infektionsquelle. Der Hauptübertragungsweg erfolgt über Fäkalien, was eine extrem strenge persönliche Hygiene erforderlich macht.
Risiken in der Lebensmittelindustrie und beim Verzehr von Produkten
Prof. Христова betont, dass die Kontrolle des Personals in Gastronomiebetrieben noch sorgfältiger erfolgen muss. Bei sommerlichen Temperaturen kann ein infizierter Mitarbeiter die Infektion schnell über die Lebensmittel verbreiten.
Die Hauptrisikofaktoren sind:
- Produkte tierischen Ursprungs (Fleisch, Milchprodukte, Eier), die nur nach thermischer Behandlung verzehrt werden sollten;
- Nicht gründlich gewaschenes Blattgemüse;
- Kontaminiertes Wasser.
Sie wies auch auf Staphylokokken-Toxikoinfektionen als spezifisches Risiko hin, bei denen die Symptome (starker Durchfall und Übelkeit) auf das von den Bakterien in der Nahrung freigesetzte Toxin zurückzuführen sind und nicht auf das Bakterium selbst, wobei sie oft ohne erhöhte Temperatur verlaufen.
Zecken und saisonale Risiken
Obwohl die Temperaturen nicht extrem hoch sind, bleibt die Zahl der Lyme-Borreliose-Fälle stabil. Die moderate Feuchtigkeit und das Fehlen extremer Hitze schaffen ideale Bedingungen für die Aktivität von Zecken. Patienten sollten auf eine Rötung an der Einstichstelle achten, was ein Schlüsselzeichen für Lyme-Borreliose ist. Beim Auftreten solcher Symptome ist ein sofortiges ärztliches Eingreifen zur Verschreibung von Antibiotika erforderlich.
Eine weitere ernste Bedrohung ist das Fleckfieber, das häufig zu Krankenhausaufenthalten führt und durch einen Ausschlag am ganzen Körper gekennzeichnet ist.
Die globale Ebola-Situation
Auf internationaler Ebene merkte Prof. Христова den besorgniserregenden Ausbruch von Ebola in der DR Kongo an. Mit über 2000 Fällen und einer Sterblichkeitsrate von über 30 % ist die Situation kritisch. Die Expertin empfiehlt, Reisen in die betroffenen Gebiete einzuschränken, und sieht ein Risiko für die Ausbreitung des Virus außerhalb Afrikas.
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