Von Schumen bis zur Berlinale: Dimitar Nikolows Weg durch Disziplin und Wahrheit im Theater
Der Schauspieler der Kompanie des Ivan-Wasow-Nationaltheaters, Dimitar Nikolov, teilt Einblicke in die Schlüsselmomente seiner beruflichen Biografie – von den ersten Schritten an der Theaterschule „Monfis“ in Schumen bis zum Abschluss an der NATFIZ. In einem Gespräch über die Reihe „Die Magie des Theaters“, die vom Bulgarischen Nationalradio ausgestrahlt wird, betont er, dass die Grundpfeiler seiner Entwicklung die hohen Anforderungen und die Abwesenheit von Künstlichkeit in der Ausbildung waren.
Schon vor der Akademie beschreibt Nikolov glückliche Begegnungen mit Dozenten wie Maria Sapundzhieva, Vyara Kolarova, Todor Bliznakov, Mila Bancheva, Gergana Todeva und Marian Bozukov, die sehr ernsthaft mit den jungen Studenten gearbeitet haben. Ebenso nennt er ein sehr wichtiges Treffen mit Prof. Zdravko Mitkov, das nach einer der Aufführungen der Schule in Schumen stattfand.
Seine Ausbildung in der Klasse von Prof. Ivan Dobchev war entscheidend. Er merkt an, dass er außerordentlich glücklich ist, in diese Klasse gekommen zu sein, und weist darauf hin, dass sowohl Prof. Ivan Dobchev als auch Prof. Margarita Mladenova große Profis sind. Laut Nikolov wurde der strenge Ansatz des Dozenten oft fälschlicherweise als Grobheit interpretiert, war aber in Wirklichkeit Ausdruck echter Fürsorge für die Studenten. „Er konnte Falschheit einfach nicht ertragen“, sagt der Schauspieler und fügt hinzu, dass das Fehlen von Kompromissen nützlicher ist als das Setzen unrealistischer Erwartungen, die oft zu einem Mangel an Erfüllung im Berufsleben führen.
Der Weg zur Bühne
Nikolovs Biografie beginnt in der Schule von Slav Boychev in Schumen, wo er als Teenager an Inszenierungen wie Gogols „Die Heirat“ und Vasovs „Das Duell“ teilnahm. Nach dem Abschluss des Englischen Sprachgymnasiums versuchte er sein Glück an einer Theaterschule in Großbritannien, wurde jedoch aufgrund des spezifischen Auswahlverfahrens nicht aufgenommen. Trotz der anfänglichen Bedenken seines Vaters, dass der Beruf ihm keine Erfüllung bieten würde, entschied er sich für die NATFIZ.
Dimitar Nikolov schloss 2015 sein Studium im Fach „Schauspielkunst für das dramatische Theater“ ab. Nach seinem Abschluss war er an Bühnen in Plowdiw (N. O. Masalitinov Dramatisches Theater), Sliven (Stefan Kirov Dramatisches Theater), dem Theater „Träne und Lachen“, der Theaterwerkstatt „Sfumato“ tätig, bevor er Teil des Nationaltheaters wurde.
Zwischen Film und Poesie
Auf seinem beruflichen Weg arbeitete Nikolov mit führenden Regisseuren wie Kriss Sharkov, Marius Kurkinski, Yavor Gardev und Galin Stoev zusammen. Im Jahr 2018 wurde er der einzige Bulgare, der in die Auswahl der Berlinale für junge Talente aufgenommen wurde. Zu seinen Filmerfolgen gehören die Filme „Hristo“, „Block“, „Der endlose Garten“, „Lebendige Schornsteine“, „Fern von der Küste“, „Eine verdrehte Welt“, „Teufelsrachen“, „Dosis Glück“, „Lyuben“ und „The Wheels of Heaven“. Für seine Rolle in dem Film „Hristo“ gewann er 2016 den Preis „Goldene Rose“, und 2019 war er Träger des Preises der Stoyan-Kambarev-Stiftung.
Neben der Kamera und der Bühne findet Nikolov Ausdruck in der Poesie, die er als eine Art Begegnung mit sich selbst beschreibt. In seinem Leben spielen auch die Musik und die ständige Vorbereitung auf neue Herausforderungen in der Kunst eine bedeutende Rolle.


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