Unprezedenzielle Sterblichkeitsrate in Frankreich: Die Juni-Hitze forderte tausende Todesopfer
Frankreich sah sich mit einer der schwersten Hitzewellen der letzten Jahre konfrontiert, die tragische Folgen hinterlassen hat. Nach neuesten Daten des offiziellen Bulletins der französischen Gesundheitsbehörde (Santé publique France) wurden im Zeitraum zwischen dem 17. Juni und dem 2. Juli 21.674 Todesfälle registriert, was deutlich über dem Durchschnitt von 15.910 für denselben Zeitraum liegt.
Experten stufen diese Welle als die höchste Übersterblichkeit aus allen Ursachen ein, die seit der Hitzewelle von 2003 verzeichnet wurde. Obwohl die Zahlen noch unter den katastrophalen Werten der historischen Dürre von 2003 liegen, ist das Ausmaß der aktuellen Krise aufgrund des frühen Beginns und der hohen Intensität der Temperaturen beispiellos.
Betroffenheit aller Altersgruppen
Eine der besorgniserregendsten Erkenntnisse ist, dass die extremen Temperaturen den gesamten Organismus belastet haben, was sich demografisch widerspiegelt. Erstmals wird eine Übersterblichkeit in allen Altersgruppen über 15 Jahren gemeldet. Obwohl die über 75-Jährigen etwa zwei Drittel der Opfer ausmachen (über 3.719 Fälle), ist auch ein ernsthafter Anstieg der Sterblichkeit unter jüngeren Menschen zu beobachten.
Europäische Krise
Das Problem beschränkt sich nicht nur auf Frankreich. Vorläufige Daten aus anderen westeuropäischen Ländern zeigen ebenfalls über 4.000 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit der Hitze Anfang Juli. In diesem Zusammenhang forderte das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO Europa) die Regierungen auf, die extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitskrise anzuerkennen und die nationalen Gesundheitssysteme auf ähnliche zukünftige Bedrohungen vorzubereiten.


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