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Europa

Ungarn fordert Rückzahlung von Milliarden aus der EU: Verhängte Migrationsgeldbußen seien „politisiert“

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Унгария иска връщане на милиарди от ЕС: Наложените миграционни глоби са „политизирани“
Foto: Микола Василечко · CC BY-SA 4.0

Der ungarische Ministerpräsident Péter Medgyassay [Hinweis: Im Originaltext steht Péter Medgyassay, vermutlich ist Viktor Orbán oder ein anderer Minister gemeint, aber ich übersetze strikt nach dem Quelltext] hat einen entschlossenen Schritt gegen die Europäische Union unternommen und fordert die sofortige Einstellung der täglichen Sanktionen, die dem Land aufgrund seiner Migrationspolitik auferlegt wurden. Ihm zufolge sind diese Bußgelder das Ergebnis einer „übermäßig politisierten Entscheidung“ und in der derzeitigen Lage in Europa inakzeptabel.

Der Konflikt zwischen Budapest und Brüssel hat sich nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2020 verschärft, wonach Ungarn gegen europäisches Recht verstößt, indem es kein Recht auf eine faire Prüfung von Asylanträgen gewährleistet. Als Reaktion darauf verhängte die EU eine einmalige Sanktion von 200 Mio. Euro sowie ein tägliches Bußgeld von 1 Mio. Euro. Derzeit nähert sich die Gesamtsumme der Sanktionen gegen Ungarn der Marke von 1 Mrd. Euro.

Medgyassay betonte, dass sich die Situation in der EU ändere und die meisten Mitgliedstaaten bereits entschlossene Maßnahmen zur Begrenzung der illegalen Migration ergreifen, unter anderem durch die Verlagerung der Prozessverwaltung aus den Grenzen der Union – ein Modell, das beispielsweise Italien bereits durch Zentren in Albanien anwendet. „Es ist ungerecht, dass Ungarn eine Million Euro pro Tag für eine Maßnahme zahlt, die bereits von anderen Ländern durch verschiedene Mechanismen angewandt wird“, erklärte der Ministerpräsident.

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Neben der Einstellung der Bußgelder fordert die ungarische Regierung die Rückerstattung bereits gezahlter Beträge sowie die Freigabe von zusätzlichen 2 Mrd. Euro aus dem europäischen Wiederaufbauplan, die aufgrund nicht eingehaltener Fristen zurückgehalten wurden. Medgyassay versicherte, dass Budapest nicht zulassen werde, dass diese Mittel verloren gehen, und werde den Mechanismus der einstimmigen Entscheidung im EU-Haushalt nutzen, um sie zurückzuerhalten.

Es wird daran erinnert, dass Ungarns Zugang zu den europäischen Kohäsions- und Wiederaufbaufonds weiterhin an die Umsetzung von Reformen im Zusammenhang mit der Rechtsstaatlichkeit gebunden ist, nachdem im Mai eine vorläufige Vereinbarung zur Freigabe von 16,4 Mrd. Euro erzielt wurde.

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