Region Vratsa bleibt nach Entscheidung über den Staatshaushalt ohne fast 80 Mio. Euro für Infrastrukturprojekte
Fehlende Finanzierung für wichtige kommunale Projekte
Infrastrukturprojekte im Gesamtwert von fast 80 Mio. Euro in der Region Vratsa werden nicht finanziert. Der Grund dafür ist die Entscheidung der Nationalversammlung, die Vorschläge zur Wiederherstellung des kommunalen Investitionsprogramms während der Beratung des Staatshaushaltsgesetzes für 2026 nicht anzunehmen.
Der bedeutendste Verlust trifft die Gemeinde Vratsa, wo die vorgesehenen 76,3 Mio. Euro ohne Ressourcen bleiben. Zu den geplanten Investitionen gehören der Bau eines Zentrums für Energieentwicklung und neue Technologien, eine neue Straßenverbindung zwischen den Straßen „Aleko Konstantinov“ und „Zar Assen“ sowie die Sanierung der Kokiche-Straße im Dorf Beli Izvor.
Betroffene Gemeinden und Standorte
Das Finanzdefizit betrifft auch andere Gemeinden in der Region:
- Byala Slatina: wird keine 1 Mio. Euro für die Sanierung von Straßenabschnitten in Byala Slatina, dem Dorf Bardarski Geran, der Straße Turnava – Galiche und den Straßen im Dorf Sokolare erhalten.
- Borovan: bleibt ohne 865 Tausend Euro für die Erneuerung des Straßennetzes.
- Mizia: wird keine 535 Tausend Euro für die Rekonstruktion der Plätze in den Dörfern Krushovitsa und Lipnitsa erhalten.
Reaktionen lokaler Politiker
Krasen Krastev, Vertreter von GERB-SDS, drückte seine Enttäuschung über die Entscheidung aus und erklärte, dass der Haushalt „die geschaffenen Entwicklungsmöglichkeiten zunichtegemacht hat“. Seiner Meinung nach verdient die Region Vratsa Vorhersehbarkeit und Unterstützung anstatt eines Haushalts, der die Gemeinden ohne ein grundlegendes Entwicklungsinstrument lässt. Krastev fügte hinzu, dass er Unterstützung für die Vorschläge seiner in der Region gewählten Kollegen erwartet habe.
Der Bürgermeister von Vratsa, Kalin Kamenov, kommentierte die Situation als „traurig“ und betonte die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses um ein strategisches Ziel für technologisch hochwertige Bildung. Er warnte, dass Bulgarien ohne eine solche Priorität Gefahr laufe, mit einer „vorwiegend Lego-Ökonomie“ zurückzubleiben, die in entwickelten Ländern nicht realisierbar ist.


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