July 24, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Krieg in der Ukraine

Putin erweitert seine territorialen Ansprüche: Moskau plant keine Zugeständnisse und strebt die vollständige Kontrolle über die Oblast Donezk an

Путин разширява териториалните си претенции: Москва не планира отстъпки и цели пълен контрол над Донецка област
Foto: AI илюстрация (Flux) · AI generated

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Liste der territorialen Forderungen an die Ukraine erweitert und die Möglichkeit jeglicher territorialer Zugeständnisse in zukünftigen Verhandlungen ausgeschlossen. Laut Informationen von Bloomberg, die auf Quellen nahe dem Kreml basieren, strebt Moskau nicht mehr nur die vollständige Kontrolle über den Donbas an, sondern auch die Beibehaltung seiner Positionen in Teilen der Oblaste Sumy und Charkiw, die er als strategische „Pufferzonen“ betrachtet.

Der Positionswechsel Russlands ist auch auf die Frustration über die Beziehungen zu den USA zurückzuführen. Quellen behaupten, der Kreml sei der Ansicht, dass Washington die informellen Vereinbarungen verletzt habe, die während des Gipfeltreffens in Alaska im August 2025 getroffen wurden. Infolgedessen hat Moskau eine harte Haltung eingenommen und lehnt jegliche Verhandlungen ab, die nicht die Anerkennung der neuen russischen Grenzen beinhalten.

Einer der Schlüsselpunkte der neuen Strategie ist die Bedingung für die Rückkehr zu einem diplomatischen Prozess: Russland sei erst dann bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wenn es die vollständige Kontrolle über die gesamte Oblast Donezk erlangt hat. Obwohl das russische Verteidigungsministerium Putin versichert hat, dass dieses Ziel bis Ende des laufenden Jahres erreicht werden könne, äußern sich Militärexperten und Quellen in russischen Kreisen skeptisch.

Einigen Analysten zufolge ist die Erlangung der vollständigen Kontrolle über die Oblast Donezk höchstens im Jahr 2027 realistisch, was die derzeitigen optimistischen Prognosen der russischen Militärführung unwahrscheinlich macht.

Unterdessen weist Washington die Vorwürfe Moskaus über „gebrochene Abkommen“ von Alaska kategorisch zurück und erklärt, dass während des Treffens in Anchorage verschiedene Vorschläge diskutiert wurden, aber keine offiziellen oder informellen Vereinbarungen getroffen wurden.

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