Mangel an wichtigen Antiarrhythmika in bulgarischen Apotheken: Was sollten Patienten tun?
In bulgarischen Apotheken ist ein anhaltender Mangel an wichtigen Medikamenten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen zu beobachten, was bei Patienten große Besorgnis ausgelöst hat. Die am stärksten betroffenen Medikamente sind „Sotalol 80“ und „Cordarone 200“.
Nach Informationen der Regionalen Pharmazeutischen Kammer in Plowdiw gibt es für „Sotalol“ einen Ersatz namens „Sothexal“, der in Intervallen geliefert wird. Die kritischere Situation besteht jedoch bei „Cordarone“. Obwohl das Medikament ein generisches Äquivalent hat – Amiodaron – und dessen Verfügbarkeit auf dem Markt ebenfalls begrenzt ist, versichert der Hersteller, dass Lieferungen bis Ende der Woche erwartet werden.
Wichtig: Setzen Sie Ihre Therapie nicht eigenmächtig ab!
Pharmazeuten äußern ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Risiken eines eigenmächtigen Abbruchs der Einnahme. „Cordarone“ ist ein Medikament mit einer extrem langen Halbwertszeit im Körper (zwischen 20 und 100 Tagen), was bedeutet, dass seine Wirkung und die Nebenwirkungen noch lange nach dem Absetzen der Tabletten anhalten. Experten betonen, dass bei Patienten mit lebensbedrohlichen Arrhythmien das Absetzen der Behandlung ohne Rücksprache mit einem Kardiologen zu einer sofortigen und gefährlichen Rückkehr der Arrhythmie führen kann.
Wie finden Sie das Medikament?
Da die Medikamente nur auf Rezept erhältlich sind, können sich Patienten nicht vorbeugen, was sie bei einem Mangel verwundbar macht. Einige der Betroffenen suchen bereits nach Lösungen, indem sie das Medikament in Nachbarländern wie der Türkei, Griechenland, Serbien oder Nordmazedonien kaufen.
Beim Kauf in Ländern der Europäischen Union ist es entscheidend, über ein gültiges Papierrezept eines bulgarischen Spezialisten zu verfügen. Damit das Rezept im Ausland akzeptiert wird, muss es Folgendes enthalten:
- Den internationalen Freinamen der Substanz (Amiodarone) in lateinischer Schrift;
- Die genaue Dosierung (z. B. 200 mg) und das Einnahmeschema;
- Den Namen des Patienten, exakt so geschrieben, wie er in seinen Ausweisdokumenten steht (in lateinischer Schrift).


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