Europaparlament gibt grünes Licht für Verhandlungen über die Einführung des digitalen Euro
Das Europäische Parlament hat offiziell den Beginn der Verhandlungen über die Schaffung eines digitalen Euro unterstützt. Diese Entscheidung ist ein entscheidender Schritt im Bestreben der Europäischen Union, eine virtuelle Version ihrer Währung einzuführen, um dem Block eine größere finanzielle Souveränität zu sichern.
Das Hauptstrategische Ziel der EU ist es, dass der digitale Euro eine echte Alternative zu den dominierenden US-amerikanischen Zahlungssystemen wie Visa und Mastercard sowie zu Diensten wie Apple Pay und Google Pay bietet. Obwohl das Projekt seit Jahren entwickelt wird, verlagert sich der Fokus nun auf den Aufbau des notwendigen rechtlichen Rahmens.
Gemäß dem von den Institutionen vorgesehenen Zeitplan müssen die Verhandler des Parlaments und der Mitgliedstaaten bis Ende 2026 eine Einigung erzielen. Wenn der Prozess ohne nennenswerte Verzögerungen verläuft, plant die Europäische Zentralbank, den digitalen Euro den EU-Bürgern ab 2029 zur Verfügung zu stellen. Das erste offizielle Treffen der Verhandler wird noch in diesem Monat erwartet.
Im Falle einer erfolgreichen Einigung bis Ende des laufenden Jahres ist für Mitte 2027 der Start eines Pilotprogramms geplant, um die praktische Funktionsweise der neuen Währung zu testen.
Im Kontext von Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre betonte der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Fernando Navarrete Rojas, einer der führenden Verhandler, dass der digitale Euro eine „Alternative und keine Verpflichtung“ sei. Er wies Theorien entschieden zurück, wonach die neue Währung ein Instrument staatlicher Kontrolle sein werde, und versicherte, dass die höchsten Standards beim Schutz der personenbezogenen Daten der Nutzer gewährleistet werden.

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