Einheitliche Arzneimittelpreise für alle Krankenhäuser: Ministerin kündigt umfassende Reform bei der Beschaffung an
Es steht eine grundlegende Änderung der Art und Weise bevor, wie medizinische Einrichtungen in Bulgarien Arzneimittel beschaffen. Laut Gesundheitsministerin Katya Ivkova wird das neue System der zentralisierten Verhandlungen für alle Krankenhäuser im Land gelten – sowohl für staatliche und kommunale als auch für den privaten Sektor.
Ziel dieses Schrittes ist es, überall den gleichen Preis für Arzneimittel zu gewährleisten, indem groß angelegte Einkäufe genutzt werden, um eine größere Kosteneffizienz zu erreichen. Die Ministerin betonte, dass diese Entscheidung im Interesse der Patienten liege und Transparenz bei der Verwendung der Mittel garantieren werde. Die Gesetzesänderungen wurden bereits dem Nationalen Versammlung vorgelegt und befinden sich im parlamentarischen Verfahren.
„Wir müssen wissen, wohin jeder Cent, den man für die Krankenversicherung beiseitegelegt hat, tatsächlich fließt“, sagte Ivkova und fügte hinzu, dass die zentralisierte Beschaffung eine Priorität der Regierung sei, um „Lecks“ im System zu stoppen. Sie merkte an, dass das Budget der Nationalen Krankenversicherungskasse (NZOK) für Medikamente in diesem Jahr etwa 1,3 Mrd. Euro beträgt – eine Ressource, die streng nach dem Gesetz verwaltet werden muss.
Während der Rede wurden auch andere Schlüsselthemen im Gesundheitswesen angesprochen:
- Personalnotstand: Die Verantwortung für die Suche nach medizinischem Personal wird auf die Geschäftsführer der Krankenhäuser übertragen.
- Management: Es wird ein neues Vergütungsmodell für das obere Management vorgeschlagen, das an die Rentabilität des Krankenhauses und seine Fähigkeit, junge Spezialisten anzuziehen, gekoppelt ist.
- Nationales Kinderkrankenhaus: Die Ministerin kritisierte das bisherige Management des Projekts als „völlige Rücksichtslosigkeit“ und bestätigte, dass dessen Bau weiterhin Priorität hat.
Neben den Reformen bei der Beschaffung plant die Regierung auch eine Aktualisierung der nationalen Gesundheitskarte durch Digitalisierung.


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