Donald Trump wirft Ölkonzernen vor, „zu viel Geld“ aus dem Konflikt im Iran zu schlagen
US-Präsident Donald Trump kritisierte die großen Ölkonzerne und warf ihnen vor, aufgrund des Rohölmangels infolge des militärischen Konflikts im Iran unverhältnismäßig hohe Gewinne zu erzielen. In einem Gespräch mit Reportern im Weißen Haus äußerte der amerikanische Staatschef seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Marktsituation.–
Druck auf Konzerne und Chevron
„Das gefällt mir nicht. Sie machen zu viel Geld, finden Sie nicht auch? Wegen des Mangels machen sie zu viel Geld“, sagte Trump, wie die Nachrichtenagenturen AFP und BTA zitierten. Neben den Gesprächen mit Journalisten machte der Präsident ähnliche Äußerungen im sozialen Netzwerk Truth Social, wo er die Industrie direkt dazu aufrief, die Benzinpreise für die amerikanischen Verbraucher zu senken.–
Im Zuge seiner Kritik richtete Trump seinen Angriff auch gegen den CEO von Chevron, Mike Wirth. Er warf dem Manager vor, in einem Fernsehinterview die Bemühungen des Weißen Hauses zur Unterstützung der Ölindustrie, einschließlich der Sicherstellung des Marktzugangs in Venezuela, nicht anerkannt zu haben.–
Geopolitischer Kontext und Marktrisiken
Die Spannungen in der Region haben sich nach iranischen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus verschärft, was den weltweiten Handel mit Energieressourcen beeinträchtigt hat. Trotz des internationalen Drucks führt der Iran weiterhin Raketen- und Drohnenangriffe auf US-amerikanische und verbündete Ziele durch und behält gleichzeitig seine Bestände an angereichertem Uran bei.–
Laut einer Analyse von Reuters stellen die hohen Kraftstoffpreise und die steigenden Kosten für Grundnahrungsmittel ein erhebliches politisches Risiko für die Republikanische Partei dar. Die bevorstehenden Zwischenwahlen im November könnten zu einem Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus und der Kontrolle über den Senat führen, falls die wirtschaftliche Unzufriedenheit unter den Bürgern anhält.–


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