Die Europäische Kommission skizziert Prioritäten des Sozialmodells: Fokus auf KI und Arbeitsqualität
Die Europäische Kommission hat ein neues Dokument veröffentlicht, das die Fortschritte der Europäischen Säule der sozialen Rechte seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2017 bewertet und die strategischen Prioritäten für die Zukunft der Sozialpolitik in der Union festlegt.
Das Hauptziel besteht darin, dass das europäische Sozialmodell seine Fähigkeit bewahrt, faire Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz zu gewährleisten, ohne die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der EU zu gefährden. Laut der Analyse der Kommission erfordern drei Hauptbereiche sofortiges Handeln.
Erstens beginnen umfassende Konsultationen mit den Sozialpartnern zur Unterstützung von Menschen, die Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche haben. Ziel ist die Entwicklung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie ein leichterer Zugang zum Arbeitsmarkt.
Zweitens steht die Einrichtung einer neuen hochrangigen Expertengruppe bevor. Ihre Aufgabe wird es sein, zu untersuchen, wie die Entwicklung der künstlichen Intelligenz den Arbeitsmarkt verändert und welche Risiken und Chancen sich für die zukünftige Beschäftigung in Europa ergeben.
Drittens liegt der Schwerpunkt auf Chancengleichheit. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie sowie die Vorbereitung der neuen EU-Jugendstrategie nach 2027.
Es wird erwartet, dass die Europäische Kommission später im Jahr auch ein „Gesetz für hochwertige Arbeitsplätze“ vorlegen wird. Dieses Dokument wird neue Indikatoren zur Bewertung der Arbeitsqualität einführen, die als Orientierungshilfe für das Erreichen der EU-Ziele bis 2030 im Bereich Beschäftigung und Kompetenzentwicklung dienen sollen.


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