Demografische Krise im Gesundheitswesen von Smoljan: Über 40 % der Ärzte sind im Rentenalter
Das Gesundheitssystem in der Region Smoljan steht vor einer ernsthaften demografischen Herausforderung. Laut den neuesten Daten des Regionalen Statistikamtes „Süd“ befindet sich ein erheblicher Teil des medizinischen Personals in der Region im Rentenalter, was die Zukunftsfähigkeit der Dienstleistungen in Frage stellt.
Bis Ende 2025 praktizieren in der Region insgesamt 323 Ärzte auf Basis eines regulären Arbeitsvertrags. Die Analyse der Altersstruktur offenbart einen besorgniserregenden Trend: Den größten Prozentsatz der Ärzte (32,5 %) bildet die Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen, zudem sind weitere 29 Spezialisten über 75 Jahre alt. Im Gegensatz dazu machen junge Fachkräfte unter 35 Jahren lediglich 10,2 % der Gesamtzahl der Ärzte in der Region aus.
In Bezug auf die ärztliche Versorgung der Bevölkerung verzeichnet Smoljan 36,4 Ärzte auf 10.000 Einwohner. Dieser Wert liegt deutlich unter dem statistischen Durchschnitt für Bulgarien, der bei 47,3 pro 10.000 Einwohner liegt. Im Vergleich dazu erreichen Regionen mit medizinischen Universitäten wie Pleven und Plovdiv Werte von über 58 pro 10.000 Einwohner.
Die einzige Region, in der eine bessere Situation im Vergleich zum Landesdurchschnitt zu beobachten ist, betrifft den Bereich der Zahnmedizin. Die Versorgung in Smoljan liegt bei 13,2 Zahnärzten auf 10.000 Einwohner, was leicht über dem nationalen Durchschnitt von 12,6 liegt.
Neben den Ärzten arbeiten in der Region auch andere medizinische Fachkräfte – insgesamt 631 Personen, darunter 362 Krankenschwestern und 46 Hebammen sowie 62 Laboranten. Trotz der vorhandenen Fachkräfte bleibt die demografische „Alterung“ des medizinischen Personals ein kritischer Faktor für die regionale Gesundheitsversorgung.


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