Bulgarien handelt strikt im nationalen Interesse und ist kein Mitglied der „Koalition der Willigen“, erklärte das Außenministerium
Die bulgarische Außenpolitik ist ausschließlich auf den Schutz der nationalen Interessen ausgerichtet, betonte Außenministerin Velislava Petrova. In einem Interview mit dem Fernsehsender „Nova“ erläuterte die Ministerin, dass das Land konsequent den Linien der Europäischen Union und der NATO folge und keine Abweichungen von diesen Schlüsselrahmen zulasse.
Ein zentraler Schwerpunkt der Erklärung war die Frage der Beteiligung Bulgariens an der sogenannten „Koalition der Willigen“. Laut Petrova ist Bulgarien keinerlei Verpflichtungen zur Teilnahme an diesem Format eingegangen. Sie stellte zudem die Position des Landes nach dem Besuch in Kiew klar und erklärte, dass die dort in informellen Formaten unterzeichneten Dokumente und Erklärungen keinen völkerrechtlichen Charakter haben und keine verbindlichen Maßnahmen vorschreiben.
Der Ministerin zufolge kann die Unterstützung der Ukraine auf verschiedenen Wegen erfolgen – durch Hilfe, Wirtschaftssanktionen oder Diplomatie. Für Bulgarien bleibt der Hauptfokus die aktive diplomatische Tätigkeit und die Rolle des Landes bei der Gewährleistung der Energiesicherheit der Ukraine.
Als Beispiel für das erfolgreiche Abwägen von Interessen nannte Petrova die Verhandlungen über das 21. EU-Sanktionspaket. Sie merkte an, dass es dem Land dank klar begründeter bulgarischer Vorschläge gelungen sei, einen gleichberechtigten Platz in der Union zu behaupten und das Paket zu unterstützen, während es gleichzeitig seine eigenen Prioritäten schützte.


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