Außenministerin wird Kiew besuchen: Energiesicherheit und neue Sanktionen gegen Russland werden besprochen
Die bulgarische Außenministerin Velislava Petrova hat angekündigt, am Mittwoch Kiew zu besuchen. Nach Informationen, die die Ministerin in Brüssel bereitstellte, ist der Besuch eine direkte Folge der jüngsten Treffen zwischen Präsident Rumen Radew und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.
Das Hauptthema der Verhandlungen in der ukrainischen Hauptstadt wird die Energiesicherheit sein. Petrova betonte, dass Sofia nach Lösungen sucht, die sowohl für die Ukraine als auch für die nationalen Interessen Bulgariens von Nutzen wären. Zu den vorrangigen Optionen gehört die Prüfung einer Möglichkeit für zusätzliche Gaslieferungen an die Ukraine für den kommenden Winter.
Im Kontext der internationalen Politik bestätigte die Außenministerin die Bereitschaft Bulgariens, das neue Sanktionspaket gegen Russland zu unterstützen. Sie merkte jedoch an, dass innerhalb der EU noch Debatten geführt werden, wobei Griechenland Bedenken im Energiesektor und Österreich im Finanzsektor äußert. „Bulgarien kann seine Ziele erreichen, wenn es seine Position argumentiert verteidigen kann“, erklärte Petrova.
Dennoch ist der Sanktionsprozess Gegenstand detaillierter Verhandlungen. Quellen zufolge werden in den Listen auch spezifische Ausnahmen im Zusammenhang mit Geschäftsinteressen diskutiert, die kritische nationale Infrastrukturen in Bulgarien beeinträchtigen könnten, wie etwa die Versorgung der Metro von Sofia.
Parallel dazu wird Bulgarien heute Abend nicht am Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ in Paris teilnehmen, obwohl Präsident Rumen Radew morgen zu einem offiziellen Besuch anlässlich des französischen Nationalfeiertags in der französischen Hauptstadt sein wird.


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