July 27, 2026 BG EN UK RU DE PL TR

Internationales Geschäft

Pharmaunternehmen Sandoz sucht Dialog mit Washington wegen der Drohung von 200 % Zöllen auf Medikamente

Фармацевтият Sandoz търси диалог с Вашингтон заради заплахата за 200% мита върху лекарствата
Foto: Tara Winstead · Pexels License

Das Schweizer Unternehmen Sandoz, einer der Marktführer in der Herstellung von Generika, hat seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit US-Politikern erklärt. Grund für diesen Schritt ist die Drohung von Donald Trump, umfangreiche Zollgebühren auf importierte Medikamente zu erheben.

Gemäß der vorgeschlagenen Strategie würden Hersteller von Generika gezwungen, ihre Produktionskapazitäten in die USA zu verlagern oder sich Zöllen von 100 % zu unterwerfen, die ab August 2028 voraussichtlich auf 200 % ansteigen sollen. Da über 90 % der Medikamente auf dem US-Markt Generika sind, hätten solche Maßnahmen massive Auswirkungen auf das Gesundheitswesen des Landes.

In einer offiziellen Erklärung betonte Sandoz, dass es das Bestreben nach erschwinglicheren und günstigeren Medikamenten für amerikanische Patienten unterstütze und mit den Behörden zusammenarbeiten werde, um optimale Lösungen zu finden. Die Situation ist für das Unternehmen besonders heikel, da es bereits die Schließung seiner einzigen Produktionsstätte in den USA (auf Long Island) bis Ende 2026 plant.

Analysten von Vontobel merken an, dass das Ziel Washingtons zwar die Rückverlagerung der Produktion in die USA und die Verringerung der Abhängigkeit von Ländern mit niedrigen Produktionskosten sei, dies jedoch wahrscheinlich zu einem sprunghaften Anstieg der Medikamentenpreise für die Endverbraucher führen wird. Der Markt reagiert bereits auf die Unsicherheit – die Sandoz-Aktie verzeichnete nach den jüngsten Meldungen einen Rückgang von etwa 3 %.

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