Modernisierung der Nationalen Gesundheitskarte: Digitalisierung zur Echtzeit-Verfolgung des Bedarfs steht bevor
Die Nationale Gesundheitskarte Bulgariens bereitet sich auf eine umfassende Aktualisierung und den Übergang zu einem digitalen Format vor. Dieser Schritt sei notwendig, um aktuelle Informationen über den Bedarf an medizinischer Versorgung im Land zu gewährleisten, erklärte Gesundheitsministerin Katya Ivkova während eines Besuchs in Silistra.
Laut Ministerin Ivkova wurde das derzeitige Dokument im Jahr 2018 erstellt und spiegelt nicht mehr das reale Bild des Gesundheitssystems wider. Sie betonte, dass eine statische Tabelle, die seit sechs Jahren nicht mehr geändert wurde, kein effektives Instrument für das Management sein kann. Der neue Ansatz zielt darauf ab, die Karte in ein dynamisches Instrument zu verwandeln, das die Verfolgung des Bedarfs an medizinischen Leistungen in Echtzeit ermöglicht.
„Die Digitalisierung wird eine präzisere Planung der erforderlichen medizinischen Aktivitäten auf Provinz- und Siedlungsebene ermöglichen“, bemerkte die Ministerin. Sie fügte hinzu, dass die Verfügbarkeit genauer Daten entscheidend für Entscheidungen zur Entwicklung des Gesundheitssystems und für die Verteilung staatlicher Ressourcen sei.
Der Aktualisierungsprozess wird nach der Verabschiedung des Staatshaushalts beginnen. Es folgen Gespräche mit Systemintegratoren, die die technische Umsetzung der digitalen Transformation unterstützen sollen.
Im Kontext der Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen erinnerte die Ministerin daran, dass der Vergütungsmechanismus nach klinischen Pfaden einheitlich sein müsse. Sie erläuterte, dass gemäß den EU-Regeln für freien Wettbewerb sowohl staatliche und kommunale als auch private Krankenhäuser Anspruch auf öffentliche Finanzierung haben und zusätzliche regulierte Einnahmen generieren können.


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