Kostadin Kostadinov: Private Krankenhäuser sollten nicht von der NHIF finanziert werden
Der Anführer der Partei „Wiedergeburt“ (Vazrazhdane), Kostadin Kostadinov, vertrat eine klare Position zum Finanzierungsmodell des Gesundheitswesens in Bulgarien. In einem Interview mit dem bulgarischen Nationalen Radio (BNR) erklärte er, dass private Krankenhäuser keine Mittel aus der Nationalen Krankenversicherungskasse (NHIF) erhalten sollten.
Laut Kostadinov profitiert der Privatsektor von den Vorteilen des staatlichen Gesundheitssystems, ohne dessen Lasten zu tragen, während er gleichzeitig selbst entscheidet, welche Patienten behandelt werden. Er fügte hinzu, dass die Einführung von Vergaberegeln für private medizinische Einrichtungen die grundlegenden Probleme nicht lösen werde, da diese bereits durch bestimmte Preisobergrenzen für Medikamente und Produkte eingeschränkt seien.
Im Kontext der Gesundheitsreform teilte Kostadinov mit, dass seine Partei die Schaffung privater Krankenkassen vorschlagen werde, ungeachtet des erwarteten Widerstands der Regierung.
Kritik am Präsidenten und an der Außenpolitik
Während des Gesprächs übte der Anführer der „Wiedergeburt“ scharfe Kritik an Präsident Rosen Radew und der Regierungskoalition „Wir führen den Wandel fort – Demokratische Bulgarien“. Er warf dem Präsidenten Heuchelei und mangelnde Konsequenz vor und nannte seine Weigerung, ein Referendum über die Einführung des Euro durchzuführen, als Beispiel für die Enttäuschung der Wähler.
Kostadinov kommentierte auch Energieprojekte, einschließlich derer rund um das Kernkraftwerk Belene und die potenzielle Zusammenarbeit mit der Ukraine im Gassektor. Er äußerte sich skeptisch über die finanziellen Vorteile des Gastransits durch Bulgarien und erklärte, dass die Ukraine in einer schweren wirtschaftlichen Abhängigkeit von internationaler Hilfe stehe und nicht in der Lage sein werde, signifikante Einnahmen für den bulgarischen Staat zu generieren.
Abschließend gab der Anführer der „Wiedergeburt“ eine Prognose zur politischen Lage ab und merkte an, dass trotz des derzeit mangelnden klaren Widerstands die wachsende Frustration der Bürger über die Politik des Präsidenten in Zukunft zu Massenprotesten führen könnte.


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