Kampf um Wikingerschiff: Schwedische Organisation sucht Gerechtigkeit gegen Universal wegen des Films „Odyssey“
Der Drehort von Christopher Nolans neuem Großprojekt „Odyssey“ ist zum Schauplatz eines Rechtsstreits zwischen einer schwedischen Organisation und dem Filmriesen Universal geworden. Berichten der Guardian zufolge besteht das schwedische Wikingerzentrum Vikingaleden darauf, dass es keine Entschädigung für die Schäden erhalten hat, die dem historischen Schiff Glad av Gillberga während der Produktion zugefügt wurden.
Die gemeinnützige Organisation behauptet, dass das Schiff nach Abschluss der Dreharbeiten mit schweren Schäden am Mast und am Heck zurückgegeben wurde. Obwohl die Restaurierungskosten von etwa 6.000 Dollar im Vergleich zum Maßstab einer Hollywood-Produktion relativ gering sind, stellen sie für den schwedischen Verband einen erheblichen Betrag dar. Der Vorsitzende von Vikingaleden, Peter Olauson, betont, dass das Studio vorab Garantien für die Übernahme der Kosten gegeben habe, die Rechnung für die Materialien jedoch noch immer unbezahlt sei.
Das Schiff Glad av Gillberga, eine Replik eines Seeschiffs aus dem 11. Jahrhundert, fungierte im Film als Begleitschiff, während das Hauptschiff der Produktion die norwegische Kopie Draken Harald Harfagre ist.
Universal vertritt hingegen eine völlig andere Position. Das Studio erklärt, dass laut internen Unterlagen alle mit Glad av Gillberga verbundenen Kosten und Reparaturen vollständig bezahlt wurden. Vertreter von Universal behaupten zudem, dass sie sich bereits mit dem Verband in Verbindung gesetzt haben, um das entstandene Missverständnis zu klären.
Trotz dieser Streitigkeiten verzeichnet „Odyssey“ einen enormen kommerziellen Erfolg und generierte allein am ersten Wochenende weltweit 264 Millionen Dollar bei einem Gesamtbudget von etwa 250 Millionen Dollar.


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