Globale Erschwinglichkeitskrise: Preise für gesunde Ernährung sind in fünf Jahren um 25 % gestiegen
Der globale Preis für gesunde Ernährung ist in den letzten fünf Jahren signifikant um 25 % gestiegen, warnt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Dieser Trend stellt die weltweite Ernährungssicherheit und die öffentliche Gesundheit vor ernsthafte Herausforderungen.
Laut dem Chefökonom der FAO, Maximo Torelló Collantes, liegen die derzeitigen Kosten für eine Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe enthält, bei 4,28 US-Dollar pro Person und Tag (kaufkraftbereinigt). Dieser Wert übersteigt bereits die internationale Armutsgrenze, die auf 3 US-Dollar pro Tag festgesetzt ist. Infolgedessen können etwa 2,69 Milliarden Menschen – fast jeder dritte Mensch auf der Welt – sich keine gesunde Ernährung leisten.
Das Hauptproblem, so Torelló, liege nicht im Mangel an Kalorien, sondern im Preis der Nährstoffzusammensetzung. „Kalorien sind relativ günstig, aber Ernährung ist es nicht“, stellt er fest. Die Analyse zeigt einen deutlichen Unterschied in der Kostenverteilung:
- Getreide und Wurzelgemüse: liefern einen Großteil der Kalorien, machen aber nur 13 % der Ernährungskosten aus.
- Obst und Gemüse: liefern nur 5 % der Kalorien, machen aber 16 % der Gesamtausgaben aus.
- Produkte tierischen Ursprungs: machen fast 30 % der Kosten für gesunde Ernährung aus.
Die Herausforderung für die Weltwirtschaft und die Landwirtschaft besteht nicht mehr nur darin, eine ausreichende Menge an Kalorien zu produzieren, sondern in der richtigen Verteilung und Erschwinglichkeit von Produkten, die reich an Mikronährstoffen sind. Der mangelnde Zugang zu solchen Lebensmitteln ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein direkter Faktor für die steigende Zahl von Fällen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.


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