EZB: Erwartungen für Lohn- und Preiswachstum in der Eurozone verlangsamen sich
Laut den neuesten Daten einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Unternehmen in der Eurozone in den nächsten 12 Monaten eine Verlangsamung des Wachstums der Verkaufspreise und Löhne. Diese Daten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Zentralbank versucht, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, die weiterhin über der Zielmarke von 2 % liegt.
Die Umfrage, an der über 5.000 Unternehmen teilnahmen, zeigt, dass die Erwartungen für das Wachstum der Verkaufspreise nach unten korrigiert wurden – von 3,5 % auf 3,2 % für das nächste Jahr. Gleichzeitig sinken die Prognosen für Lohnsteigerungen im Vergleich zum Vorquartal von 2,8 % auf 2,5 %.
Dennoch bleiben die langfristigen Inflationserwartungen stabil. Die Inflationsprognosen für nach einem und drei Jahren verharren auf einem Niveau von 3 %, während für den Fünfjahreshorizont ein leichter Anstieg auf 3,1 % verzeichnet wird.
Experten beobachten die Situation aufmerksam, da steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen (einschließlich der Konflikte im Nahen Osten) das Risiko sogenannter „zweiter Preisrundeneffekte“ bergen. Dies ist der Prozess, bei dem hohe Produktpreise zu Forderungen nach höheren Löhnen führen, was wiederum die Preise nach oben treibt und eine Inflationsspirale erzeugt.
Die Ergebnisse der Umfrage werden ein entscheidender Faktor für den EZB-Rat bei der Entscheidung über die Zinssätze in der kommenden Sitzung sein. Obwohl die Märkte erwarten, dass die Zinsen in dieser Woche unverändert bleiben, halten die hohen Ölpreise Spekulationen über eine potenzielle Erhöhung des Einlagenzinses bereits im September aufrecht.


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