Das Finanzministerium bereitet eine umfassende „Reform“ des Glücksspielgesetzes vor
Das Finanzministerium beginnt mit einem Prozess der grundlegenden Änderung des Glücksspielgesetzes, wie die stellvertretende Ministerin Lyudmila Petkova bekannt gab. Ziel ist es, legislative Ungenauigkeiten zu beseitigen und eine effektivere Kontrolle über die Branche zu gewährleisten, die derzeit durch einen erheblichen Anteil des grauen Sektors gekennzeichnet ist.
Laut Petkova ermöglicht das derzeitige System schwerwiegenden Missbrauch, wie zum Beispiel die Manipulation ausgezahlter Gewinne durch Boni, was zu Verlusten in Höhe von Hunderten von Millionen Euro für den Staatshaushalt führt. Die neuen Änderungen werden sich auf die Lizenzierung der sogenannten „Affiliate-Operatoren“ (Vermittler, die Spieler auf Wettseiten leiten) konzentrieren und strenge Verbote für Zahlungsgeschäfte an illegale Glücksspielplattformen einführen.
Der Vorschlag der Opposition für eine drastische Erhöhung der Gebühren wurde vom Finanzministerium abgelehnt. Das Argument lautet, dass eine übermäßige Besteuerung die Spieler dazu zwingen würde, vom legalen auf den illegalen Markt zu wechseln, der derzeit fast 40 % des Gesamtvolumens ausmacht. „Die meisten Länder wenden eine Gebühr von 20 % oder 25 % an. Jede Erhöhung der Besteuerung führt zu einer Vergrößerung des grauen Sektors“, betonte Petkova.
Es wird daran erinnert, dass die Kontrolle über das Glücksspiel in Bulgarien derzeit auf eine Direktion innerhalb der Nationalen Agentur für Einnahmen (NAP) übertragen wurde, nachdem die staatliche Glücksspielkommission aufgelöst wurde. Diese Entscheidung erfolgte nach einem massiven Skandal im Zusammenhang mit nicht gezahlten Gebühren privater Lotterien in Höhe von über 550 Millionen Lewa.


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