Bulgarien bereitet sich darauf vor, ein Schlüsselpartner im neuen europäischen Programm zur Ozeanbeobachtung zu werden
Bulgarien ist bereit, eine aktive Rolle in der neuen europäischen Initiative zur Ozeanbeobachtung zu übernehmen, mit dem Ziel, ein gleichberechtigter Teilnehmer beim Aufbau eines gemeinsamen wissenschaftlichen Netzwerks zu sein. Dies erklärte der Minister für Bildung und Wissenschaft, Prof. Georgi Waltschew, während eines Treffens mit Charlina Witschewa, der Generaldirektorin für „Maritime Angelegenheiten und Fischerei“ in der Europäischen Kommission.
Vertretern der EU-Kommission zufolge wird eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Ozeanographie und der Beobachtung der Meeresumwelt in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein. Die Schaffung eines einheitlichen Datenaustauschsystems ist grundlegend für den Schutz der Ökosysteme sowie für die nachhaltige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kontinents.
Minister Waltschew betonte, dass die globalen Herausforderungen für die Meeresumwelt nicht von einzelnen Staaten allein gelöst werden können, sondern die Bündelung wissenschaftlicher Kapazitäten und Infrastrukturen erfordern. Er erinnerte an die Erfolge Bulgariens in der Polarforschung, die durch die gemeinsamen Anstrengungen der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Sofia, der Marineakademie in Varna und anderer Institutionen erzielt wurden.
Ein wichtiges Instrument für die bulgarische Wissenschaft bleibt das Forschungsschiff „St. Kyrill und Method“, das es dem Land ermöglicht, Daten nicht nur aus dem Schwarzen Meer, sondern auch aus dem Mittelmeer, dem Atlantik und der Antarktis zu sammeln. Die Teilnahme an der neuen europäischen Initiative wird bulgarischen Wissenschaftlern Türen zu internationalen Forschungsnetzwerken öffnen und es dem Land ermöglichen, mit seiner Expertise zum künftigen „Europäischen Ozean-Pakt“ beizutragen.


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