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Stellvertretender Parlamentspräsident Ivan Angelov verwendet Kreml-Terminologie für den Krieg in der Ukraine

Krieg in der Ukraine · 2026-07-26 15:27:30

Evgeniy Grozev

Der stellvertretende Präsident der Nationalversammlung und Abgeordneter der Partei „Progressive Bulgaria“, Ivan Angelov, der zuvor Dozent an der Wirtschafts Fakultät der Sofia Universität war, verwendet die Terminologie, die für die offizielle Position Moskaus zum Konflikt in der Ukraine charakteristisch ist. In einem Interview mit bTV bezeichnete der Politiker die Ereignisse als „spezielle militärische Operation".

Obwohl Angelov hinzufügte, dass der Konflikt laut einigen Quellen auch als Krieg bezeichnet werden könne, betonte er, dass er nach offiziellen Angaben eben eine „spezielle militärische Operation" sei. Er erklärte, es falle ihm schwer, einen Unterschied zwischen den beiden Begriffen zu finden, und fügte hinzu, dass der Konflikt auf diplomatischem Wege beendet werden müsse.

Während des Gesprächs erinnerte der Moderator an die Frage der deutschen Botschafterin in Bulgarien, Irene Maria Plank, wie Russland daran gehindert werden könne, die Ukraine zu erobern, wenn keine Waffen geliefert werden. Angelov antwortete, dass es in der Politik gegenüber der Ukraine viele Unklarheiten gebe und die Unterstützung sorgfältig analysiert werden müsse, damit Bulgarien nicht in den Krieg verwickelt wird.

Die Position zu den US-Flugzeugen in Bezmer

In Bezug auf die Anwesenheit von US-Flugzeugen und Tankwagen auf dem Militärflugplatz in Bezmer geriet Angelov in eine Reihe von Widersprüchen und Selbstwiderlegungen. Er versicherte, dass Bulgarien nicht in militärische Handlungen verwickelt sei und seine internationalen Verpflichtungen als zuverlässiger Verbündeter erfülle, wobei er hinzufügte, dass die Stationierung rein logistische Zwecke habe – das Auftanken werde außerhalb des bulgarischen Territoriums stattfinden, und die Operationen werden nicht im Land durchgeführt.

Angelov betonte, dass der Unterschied zwischen der derzeitigen Stationierung und der früheren Stationierung von Militärflugzeugen auf dem Flughafen „Vasil Levski“ bei Sofia in der Transparenz liege. Er erinnerte daran, dass bei der früheren Stationierung behauptet wurde, sie diene einer Übung, was später die Außenministerin Nadezhda Neynski und andere Diplomaten als nicht ganz korrekt bestätigten, da die Note der USA für eine Übung ausgestellt worden war.

Außenpolitische Balance und Beziehungen zum Iran

Angelov verteidigte den Kurs der Regierung als ein Streben nach einem Gleichgewicht zwischen dem nationalen Interesse und der Einhaltung internationaler Verträge und erklärte, dass Bulgarien „Vorhersehbarkeit und Sicherheit“ ausstrahle.

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Bezüglich der Beziehungen zum Iran erklärte der stellvertretende Parlamentspräsident, dass Bulgarien keine anti-iranische Position einnehme und über das Außenministerium ständigen Kontakt nach Teheran pflege. Er teilte mit, dass das Land den Iran darüber informiert habe, dass es nicht am militärischen Konflikt beteiligt sei und eine Verringerung der Spannungen anstrebe. Auf die Frage, ob eine offizielle Note verschickt wurde, konnte Angelov jedoch keine konkreten Angaben machen und erklärte, dass er nicht in Details und Einzelheiten bezüglich der Kommunikationskanäle einsteigen könne.

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