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„Schaf im Karton“: Hirokazu Kore-eda präsentiert ein neues Familiendrama, inspiriert von „Der kleine Prinz“

Filme · 2026-07-26 15:26:08

Bryan Chan

Der neue Film des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda mit dem Titel „Schaf im Karton“ (Sheep in the Box) untersucht die Themen Verlust und das Streben nach der Wiederherstellung des Unglücklichen durch Technologie. Die Geschichte folgt einem Ehepaar, das nach dem Tod seines Sohnes beschließt, eine exakte Kopie von ihm erstellen zu lassen, um seinen emotionalen Schmerz zu überwinden.

Der Titel des Films ist eine direkte Anspielung auf das klassische Werk von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“, in dem das Schaf in einem Karton eingeschlossen ist. Laut Kore-eda unterstreicht dieses Symbol, dass die wertvollsten Dinge im Leben oft immateriell sind und durch unsichtbare Verbindungen miteinander verknüpft werden.

Premiere und künstlerischer Stil

Das Familiendrama, das in einer nahen Zukunft spielt, wurde auf dem diesjährigen Filmfestival in Cannes uraufgeführt. Der Regisseur teilte der Associated Press mit, dass der Film ein Versuch des Paares sei, ihre Beziehung zum Kind neu zu überdenken – ein Thema, das er auch in seinen früheren Werken untersucht hat.

In „Schaf im Karton“ ist die Leistung des Kinderdarstellers Rimu Kuwaki bemerkenswert, der sein Debüt in der komplexen Rolle eines Roboters feiert. Kore-eda gab an, dass er zwar oft mit Kindern arbeitet, sie aber nicht als obligatorisches Element betrachtet, sondern lediglich versucht, die Welt durch ihre Augen zu sehen. Er betonte die große Verantwortung, die er übernimmt: „Vielleicht sind wir die ersten Erwachsenen, denen diese Kinder begegnen, abgesehen von Eltern und Lehrern“. Der Regisseur fügte hinzu, dass er möchte, dass die Kinder den Filmset mit der Überzeugung verlassen, dass alle Erwachsenen hart arbeiten und Freude daran haben.

Der Weg eines Regisseurs

Hirokazu Kore-eda, geboren 1963 in Tokio, baute seine Karriere durch Dokumentarfilme auf und etablierte sich schrittweise als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Regisseure. Er schreibt oft die Drehbücher selbst, inszeniert und schneidet seine Projekte, was ihm die volle kreative Kontrolle ermöglicht.

Zu seinen größten Erfolgen gehören „Wie mein Vater“ (2013), der den Jurypreis in Cannes gewann, und „Shoplifters“ (2018), Träger der Goldenen Palme und Oscar-nominiert. In seinen neueren Projekten hat er mit internationalen Namen wie Catherine Deneuve, Juliette Binoche und dem koreanischen Schauspieler Song Kang-ho zusammengearbeitet, mit dem er in „Broker“ (2022) arbeitete.

Ein Schlüsselmoment in seiner Karriere war der Film „Niemand weiß“ (2004), der den Schauspieler Yuya Yagira bekannt machte, der mit 14 Jahren den Preis als bester Schauspieler beim Festival in Cannes gewann. In dieser Produktion müssen Kinder allein überleben, ohne Aufsicht und grundlegende Annehmlichkeiten.

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Neben seinen künstlerischen Leistungen ist Kore-eda für seine Haltung gegen Mobbing in der Filmindustrie bekannt. Er arbeitet aktiv an der Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfelds, indem er strenge Regeln für die Entfernung von jedem anwendet, der in solchem Verhalten verdächtigt wird. Dieser Ansatz ist besonders wichtig in der japanischen Filmindustrie, die für schwierige Bedingungen bekannt ist, einschließlich langer Arbeitszeiten und niedriger Löhne. Für Kore-eda ist das Kino alles: „Das Kino ist das einzige Hobby, das ich je hatte. Es wurde mein Beruf. Darüber 24/7 nachzudenken, wurde mein Leben und meine Arbeit. Ich fühle mich gesegnet“.

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