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Kulturelle Expansion als Wirtschaftsdoktrin: Wie die „Koreanische Welle“ Beschäftigung zu einem globalen Geschäft machte

Internationales Geschäft · 2026-07-18 18:41:40

mauveine.kim

Während die Welt mit wachsendem Protektionismus konfrontiert ist, zeigt Südkorea, wie ein Land seinen kulturellen Einfluss in ein mächtiges wirtschaftliches Instrument verwandeln kann. Der Export des Landes an kulturellem geistigem Eigentum hat im Jahr 2025 einen Rekordwert von 15 Milliarden Dollar erreicht, wie das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus in Seoul mitteilte.

Berücksichtigt man die damit verbundenen Sektoren wie Kosmetik, Tourismus und die Lebensmittelindustrie, erreicht der Gesamtwert dieses „weichen“ Wirtschaftsmotors 19 Milliarden Dollar. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer langjährigen nationalen Strategie, die bereits nach der Finanzkrise von 1997 festgeschrieben wurde.

Vom finanziellen Tiefpunkt zur kulturellen Supermacht

Nach der asiatischen Finanzkrise und dem Rettungsschirm des IWF erkannte die Regierung unter Kim Dae-jung, dass die alleinige Abhängigkeit von der Schwerindustrie für ein Land ohne reiche natürliche Ressourcen riskant ist. Inspiriert von dem Vergleich, dass die Gewinne eines einzigen Blockbusters den Export von Millionen von Autos erreichen können, verabschiedeten die Behörden 1999 ein Basisgesetz zur Förderung der Kulturindustrie.

Der Staat investierte massiv in Infrastruktur, digitale Netzwerke und spezialisierte Agenturen und verwandelte die Kreativität in einen professionellen Sektor mit hoher Wertschöpfung. Das Ergebnis ist die sogenannte „Koreanische Welle“, die heute die globalen Märkte dominiert.

Die Säulen des Erfolgs: Spiele, Musik und Leinwand

Die Struktur dieser Exporte offenbart eine interessante Abhängigkeit von Technologie und digitalen Inhalten:

Der Effekt ist vielschichtig – die Popularität einer Serie oder einer Musikgruppe stimuliert direkt den Tourismus (mit rekordverdächtigen 18,9 Millionen ausländischen Besuchern) und den Verkauf von Konsumgütern, wodurch die Kultur zu einem ganzheitlichen wirtschaftlichen Ökosystem wird.

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