Die vollständige Entfernung chinesischer Telekommunikationsausrüstung aus den Netzwerken der Europäischen Union wird die Branche zwischen 30 und 40 Milliarden Euro kosten. Nach neuen Berechnungen der internationalen Organisation GSMA, die den Telekommunikationssektor vertritt, übersteigen diese Kosten die früheren Prognosen der Europäischen Kommission erheblich.
Die Europäische Kommission hatte die jährlichen Kosten auf 3,4 bis 4,3 Milliarden Euro über einen Zeitraum von drei Jahren geschätzt, was insgesamt etwa 10 bis 13 Milliarden Euro entspräche. Die Differenz unterstreicht das Ausmaß der finanziellen Herausforderung für die europäischen Betreiber, die die bereits installierte Huawei-Ausrüstung in ihren 4G- und 5G-Netzen demontieren und ersetzen müssen.
Verteilung der Kosten und Risikoprüfer
Die GSMA stellt klar, dass die Kosten für die Entfernung von Anbietern mit „hohem Risiko“ aus den Mobilfunknetzen zwischen 16 und 22 Milliarden Euro liegen werden. In dieser Summe sind 5 Milliarden Euro für Festnetznetze und zwischen 9 und 12 Milliarden Euro für Transportnetze enthalten.
Neben den direkten Austauschkosten werden zusätzliche finanzielle Belastungen erwartet. Für den Zeitraum von 2027 bis 2030 werden zusätzliche Kosten in Höhe von 8,5 Milliarden Euro prognostiziert. Der Grund hierfür ist der erwartete Rückgang des Wettbewerbs unter den Herstellern von Telekommunikationsausrüstung, was zu einem Anstieg der Marktpreise führen könnte.
Geopolitischer Kontext
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Der Druck aus Brüssel auf die Mitgliedstaaten, Komponenten von chinesischen Anbietern wie Huawei und ZTE einzuschränken oder vollständig zu entfernen, nimmt zu. Der Hauptgrund für diese Maßnahmen sind Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der kritischen Informationsinfrastruktur der Union.